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Blutige Attacke im Zug
Polizisten hielten den mutmaßlichen Täter auf dem Bahnhof Sulz-Röthis (Österreich) fest. Foto: dpa
Psychisch kranker Deutscher sticht in Österreich zwei Menschen nieder

Blutige Attacke im Zug

Erneut Messerattacke in einem Zug: Ein geistig Verwirrter hat in Österreich zwei junge Menschen niedergestochen. Er fühlte sich durch deren Handys bedroht.

17.08.2016
  • MATTHIAS RÖDER & THOMAS BURMEISTER, DPA, AFP

Sulz. Angst und Schrecken in einem Regionalzug: Ein laut Polizei geistig verwirrter Mann aus Deutschland hat in einem Zug in Österreich zwei Fahrgäste mit einem Messer verletzt. Der 60-Jährige sei am Dienstag gegen 6.35 Uhr in einem Regionalzug zwischen Bludenz und Feldkirch in Vorarlberg kurz vor einem Bahnhof ausgerastet auf die Fahrgäste losgegangen, teilte die Polizei mit. Er habe sich offenbar durch die Handys der ihm gegenüber sitzenden Männer bedroht gefühlt.

Einem 19-Jährigen stach der Mann in den Bauch und in den Rücken. Ein 17-Jähriger wurde am Hals verletzt. Der Lokführer alarmierte laut der Nachrichtenagentur APA noch während der Fahrt die Polizei. Zwei Beamten gelang es nach der Einfahrt in den Bahnhof Sulz-Röthis, den 60-Jährigen noch im Zug auch mit dem Einsatz von Pfefferspray zu überwältigen. Bei der Festnahme half auch ein 22 Jahre alter Reisender, der sich leicht an der Hand verletzte. Nachdem der Zug im Bahnhof Sulz-Röthis angehalten hatte, wurde der Angreifer aus dem Zug geholt und auf dem Bahnsteig bis zum Abtransport festgehalten.

Die beiden jungen Opfer wurden ins Krankenhaus eingeliefert, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete. Beide hätten laut Polizei erhebliche Verletzungen erlitten, seien aber außer Lebensgefahr. Viele der 100 bis 120 Fahrgäste standen unter Schock und wurden später psychologisch betreut.

Nach Angaben von Landespolizeidirektor Hans-Peter Ludescher hatte der 60-Jährige Zettel dabei, die auf „größere psychische Probleme“ schließen ließen. Der Mann sei zudem in Deutschland bereits polizeibekannt.

Die Tat sei mit einem so genannten Outdoor-Messer mit einer etwa zehn Zentimeter langen Klinge begangen worden. Die Polizei schloss einen Terrorakt aus. Es gebe weder ein politisches noch ein religiöses Motiv, erklärte Ludescher.

Erst am Samstag hatte im Schweizer Kanton St. Gallen ein 27-jähriger Schweizer die Passagiere eines Zuges mit einem Messer und brennbarer Flüssigkeit angegriffen. Er verletzte sechs Menschen. Eine der Verletzten sowie der Täter erlagen am Sonntag ihren Verletzungen. Die Schweizer Polizei hält einen Terrorakt für unwahrscheinlich. Die schweizerische Zeitung „Blick“ berichtete am Montag unter Berufung auf eine Nachbarin, bei der getöteten Frau habe es sich um eine 34-jährige Kroatin gehandelt, die zwei Kinder im Alter von sieben und zehn Jahren hinterlasse.

Der Vorfall erinnerte an den Angriff in Würzburg vom 18. Juli. Damals ging ein 17-jähriger Flüchtling in einem Regionalzug mit einer Axt und einem Messer auf Passagiere los und verletzte sie lebensgefährlich. Die Terrormiliz Islamischer Staat nahm die Tat für sich in Anspruch.

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17.08.2016, 06:00 Uhr
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