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Arbeitsplätze

Blinder Alarm

17.02.2018

Von HELMUT SCHNEIDER

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Ulm. Im ewigen Wettlauf um die düstersten Prognosen werden immer neue Zahlen und neue Branchen aufgerufen, die von der arbeitsplatzvernichtenden Wucht der Digitalisierung getroffen werden. Gerade erst schlug der Informationstechnologie-Verband Bitkom Alarm: 90 Prozent der Arbeitsplätze in der Kommunikationstechnik seien in den vergangenen 15 Jahren schon von der Digitalisierung hinweggefegt worden; 3,4 Millionen würden in den nächsten fünf Jahren folgen.

Jetzt der nächste Nackenschlag. Anderer Absender, andere Zielgruppe, gleiche Botschaft: Die Jobs – hier die der Hilfskräfte – werden wegfallen, weil Roboter und anderer technisch-digitaler Fortschritt sie ersetzen.

Beim Blick in die Zukunft kann man als Schwarzseher nicht viel falsch machen. Treffen die schlimmen Vorhersagen nicht ein, wird man dafür nicht angeprangert. Umgekehrt schon: Wer die Katastrophe nicht vorhergesagt hat (wie zuletzt die Finanzkrise), hat als Prognostiker versagt.

Die Faktenlage widerlegt derzeit wie schon so oft zuvor den blinden Alarm. Tatsächlich sind Arbeitskräfte, auch Hilfskräfte, gesucht wie selten zuvor. Daran wird auch die Digitalisierung nichts Grundsätzliches ändern: Sie führt natürlich zu dramatischen Änderungen in der Wirtschaft. Aber sie wird niemals eine – paradiesische oder höllengleiche – Welt ohne menschliche Arbeit schaffen.

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Erstellt:
17. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
17. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 17. Februar 2018, 06:00 Uhr

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