Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Fifa-Boss weist weiter Vorwürfe von sich

Blatter kennt weder Reue noch Schuld

Joseph S. Blatter streitet alle Vorwürfe weiter vehement ab. Von Reue spricht der suspendierte Fifa-Präsident nur an einer Stelle: in Sachen Rücktritt.

09.12.2015
  • SID

Frankfurt. Gegen Joseph S. Blatter ermitteln die Schweizer Behörden, die eigene Ethikkommission und offenbar sogar das FBI - aber Joseph S. Blatter bereut (fast) nichts. Nur an einer Stelle habe der suspendierte Präsident des Fußball-Weltverbands Fifa die falsche Wahl getroffen - hätte er sich anders entschieden, wäre jetzt (fast) alles anders. "Das Einzige, was ich bereue, ist, dass ich nach der WM 2014 nicht zurückgetreten bin", sagte der 79-jährige Walliser im ARD-Fernsehinterview: "Das hatte man mir nahegelegt, besonders aus meiner Familie: Jetzt hör doch auf. Und das hätte ich machen sollen." Aber, berichtete der Schweizer, "damals haben mir fünf der sechs Fifa-Konföderationen gesagt: Komm, Du musst weitermachen." Im Anschluss stürzte der Weltverband in die tiefste Krise.

Die US-Bundesbehörde FBI soll sich wieder sehr für den Schmiergeldskandal um den früheren Fifa-Vermarkter ISL interessieren. Der im Oktober für zunächst 90 Tage aus dem Verkehr gezogene Blatter soll laut eines Briefes aus Schweizer Ermittlungsakten "vollkommene Kenntnis" über die schmutzigen weit mehr als 100 Millionen Dollar gehabt haben, die an Fußball-Funktionäre in aller Welt geflossen sind. Blatters Antwort: Das stimmt nicht. "Was ich von mir selber sagen kann: Ich bin ein ehrlicher Mensch, und ich habe zu viel Vertrauen gehabt", sagte Blatter: "Ich vertraue den Leuten, und das Vertrauen wurde missbraucht." Aber, das betont er, "ich wusste nicht, wie es missbraucht wurde. Ich bin doch nicht der Buchhalter der Fifa".

Der suspendierte Uefa-Chef Michel Platini kämpfte gestern persönlich gegen seine 90-Tage-Sperre durch die Fifa-Ethikkommission. Er werde den CAS-Richtern "die Wahrheit, nur die Wahrheit" sagen, versicherte Platini vor der Anhörung in Lausanne. Dabei wolle er den Juristen aber nicht mehr offenbaren, als er bislang in den Medien gesagt habe, fügte Platini hinzu.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

09.12.2015, 08:30 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 
Video-News: Fußball
Diese Funktion wurde deaktiviert.

Um das neue Messenger-Widget zu nutzen, besuchen Sie bitte tagblatt.de/whatsapp.
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Schwitzkasten
Schwitzkasten

Ob die weltweit wohl meistgesehene Tipp-Runde für die Fußball-Landesliga oder die beliebte "Elf der Woche" - für solche Formate gibt es den "Schwitzkasten" der TAGBLATT-Sportredaktion.
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular