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Kommentar

Bitterer Beigeschmack

03.02.2018

Von GUIDO BOHSEM

Berlin. Wenn es Geld gibt, sollte man sich nicht beschweren. Deshalb ist es gut, dass Unterhändler der nicht mehr so großen Koalition sich dazu entschieden haben, die maroden Schulen des Landes zu sanieren und auszubauen. Alle Eltern, deren Kinder auf verrottete Klos gehen, in baufälligen Turnhallen sporteln oder in ranzigen Klassenzimmern lernen müssen, werden sich freuen. Um dafür Geld vom Bund zu bekommen, geben die Länder das Kooperationsverbot auf. Künftig darf der Bund die Finanzierung solcher Renovierungen oder auch den Ausbau zu Ganztages-Schulen übernehmen.

Doch diese Vereinbarung hinterlässt einen bitteren Beigeschmack. Denn erneut treten die Länder um des lieben Geldes wegen ein Stück ihrer Kompetenzen an den Bund ab. Anstatt das Problem entschieden und selbstständig anzugehen, verlassen sie sich auf den reichen Onkel in Berlin. Das mag bequem sein, schadet aber dem Föderalismus gewaltig, der ohnehin schon lange kein Wettbewerb mehr um die besten Lösungen ist. Kein Wunder, dass sich immer weniger Bürger für die Arbeit ihrer Landesparlamente interessieren.

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Erstellt:
3. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
3. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 3. Februar 2018, 06:00 Uhr

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