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Stuttgart

Bislang 864 traumatisierte Opfer nach Deutschland gebracht

Über das von Baden-Württemberg initiierte Sonderprogramm sind bislang 864 traumatisierte Opfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nach Deutschland gekommen.

30.12.2015
  • dpa/lsw

Stuttgart. Insgesamt seien rund 1000 Frauen und Kinder im Nordirak für das Programm registriert worden, sagte eine Sprecherin des Staatsministeriums am Mittwoch. Die letzten Flüge sollen im Januar nach Deutschland gehen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte das Projekt nach dem Flüchtlingsgipfel des Landes im Oktober 2014 initiiert. Bei den Opfern handelt es sich vor allem um Angehörige der religiösen Minderheit der Jesiden. Sie werden vom IS als «Ungläubige» verfolgt.

Die Frauen und Kinder wurden auf Kommunen in ganz Baden-Württemberg verteilt. Niedersachsen hat einen Teil der Hilfesuchenden aus dem Sonderkontingent übernommen. Die Orte, an denen die Opfer betreut werden und zur Ruhe kommen sollen, werden aus Sicherheitsgründen geheim gehalten. Das Land hatte die Kosten für rund 1000 Frauen und Kinder auf 42 Millionen Euro für den Zeitraum von drei Jahren veranschlagt. Hinzu kommen Kosten für die gesundheitliche Behandlung von maximal 53 Millionen Euro, macht zusammen 95 Millionen Euro. Die hier aufgenommenen Menschen können selber entscheiden, ob sie später zurück in ihre Heimat gehen oder in Deutschland bleiben wollen.

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30.12.2015, 17:47 Uhr | geändert: 30.12.2015, 14:00 Uhr
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