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Bischof July verteidigt Tanzverbot

An „stillen Feiertagen“ gelten Einschränkungen bei öffentlichen Feiern. Das gefällt nicht allen.

20.04.2019

Von LSW

Stuttgart. Der Landesbischof der evangelischen Landeskirche in Württemberg, Frank Otfried July, hat am Karfreitag die Bedeutung des Tanzverbots betont. Der Karfreitag sei ein öffentlicher und zugleich stiller Tag, es sein ein Tag, den manche Menschen gerne verdrängten, vergessen machen oder gar wegtanzen wollten, sagte July in seiner Predigt in der Stiftskirche. Vize-Ministerpräsident Thomas Strobl pflichtete ihm bei. Der CDU-Politiker sprach sich gegen eine weitere Lockerung des Tanzverbots an Karfreitag aus. „Für uns Christen ist das ein besonderer, ein stiller Feiertag und ein Tag der Andacht und Besinnung. Es gibt leider wieder vielerorts Bestrebungen von Grünen und der SPD, den Schutz des Karfreitags aufzuweichen.“

Der Schutz der Feiertage sei in der letzten Legislatur von Grün-Rot gelockert worden, sagte Strobl, der mit den Grünen koaliert. „Wir stehen weiteren Aufweichungstendenzen hart und entschieden entgegen – mit uns ist das nicht zu machen.“

Zwischen Gründonnerstag 18 Uhr und Karsamstag 20 Uhr darf nicht öffentlich getanzt werden. Auch das Vorführen bestimmter Kinofilme ist verboten. Auch die Filmsatire „Das Leben des Brian“ gehört dazu. Das Verwaltungsgericht Stuttgart erlaubte aber das Zeigen des Films – mit Auflagen: Der Veranstalter, die Giordano-Bruno-Stiftung, musste dafür sorgen, dass be der Vorführung in Stuttgart Türen und Fenster geschlossen bleiben. In dem Film der britischen Komikergruppe Monty Python von 1979 wird Jesus verballhornt.

Mit einer Tanzdemo wollte zudem ein Bündnis aus mehreren Parteien am Karfreitag in Stuttgart für die Trennung von Staat und Kirche demonstrieren. dpa

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Erstellt:
20. April 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
20. April 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 20. April 2019, 06:00 Uhr

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