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ROTTENBURG

Bischof Fürst kritisiert Kardinal Meisner

Der Rottenburger Bischof Gebhard Fürst kritisiert den Kölner Kardinal Joachim Meisner: Nicht nachvollziehbar“ sei die Verwendung des Begriffs entartet bei der Frage nach dem Verhältnis von Kunst und Religion. Meisner hatte bei der Einweihung des Kunstmuseums Kolumba in Köln gesagt, wenn die Kultur vom Kultus abgekoppelt werde, entarte sie. Es sei verständlich, ließ Fürst in einer Pressemitteilung verbreiten, wenn sich Künstler dadurch diffamiert fühlen.

17.09.2007

(tol). Der Rottenburger Bischof Gebhard Fürst kritisiert den Kölner Kardinal Joachim Meisner: "Nicht nachvollziehbar“ sei die Verwendung des Begriffs "entartet" bei der Frage nach dem Verhältnis von Kunst und Religion. Meisner hatte bei der Einweihung des Kunstmuseums "Kolumba" in Köln gesagt, wenn die Kultur vom Kultus abgekoppelt werde, "entarte" sie. Es sei verständlich, ließ Fürst in einer Pressemitteilung verbreiten, wenn sich Künstler dadurch diffamiert fühlen. „Diese durch die Nationalsozialisten geprägte Begrifflichkeit beschwört den Horizont schlimmer Exzesse der Barbarei und fürchterlicher Schicksale von Künstlern und Schriftstellern herauf. Man muss auch nur den Anschein irgendeiner Nähe dazu ohne Wenn und Aber meiden.“
Zwar sei Kern und Fundament jeder Kultur die Religion und gebe es "eine tiefe innere Nähe zwischen der Religion und der Kunst". In beidem drücke der Mensch seine Beziehung zur Transzendenz aus und versuche, das Unsagbare in Bildern, Gleichnissen und zeichenhaften Handlungen zu fassen, ohne es je angemessen darstellen zu können. Allerdings sehe Fürst diesen Transzendenzbezug auch bei Künstlern und ihren Kunstwerken, die nicht ausdrücklich religiös oder gar christlich seien und sein wollten.

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17.09.2007, 12:00 Uhr
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