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Kino

Bis zuletzt kein klarer Favorit

Nach viele Querelen und Ärgernissen ist es endlich so weit: Am Sonntagabend werden die Oscars vergeben.

22.02.2019

Von ABO

Steht wieder im Mittelpunkt: der Oscar. Foto: afp

Los Angeles. Das spannendste Oscar-Rennen seit vielen Jahren ist auf der Zielgeraden: Am Sonntagabend wird in Hollywood der wichtigste Filmpreis der Welt vergeben – und noch immer sind Branchenkenner uneins, welches Werk wohl „Bester Film“ wird.

In der Königskategorie konkurrieren acht Streifen. Alfonso Cuaróns Familiendrama „Roma“ haben viele oben auf der Rechnung. Es ist für zehn Oscars nominiert, in der Regie-Sparte gilt der Mexikaner Cuarón als Favorit. Aber wird tatsächlich ein spanischsprachiger Schwarz-Weiß-Film die Krone bekommen? Das wäre ein Novum. Auch Yorgos Lanthimos‘ Historiendrama „The Favourite“ ist für zehn Oscars nominiert. Aber kann sich das böse Drama im Wahlsystem der Oscar-Academy – das in Sachen „Bester Film“ eher Konsensfilme bevorzugt – durchsetzen?

Am Ende könnte daher „Green Book“ vorn liegen: Die Anti-Rassismus-Message dieser Story über den Trip eines schwarzen Pianisten und seines weißen Fahrers durch die US-Südstaaten der 60er Jahre ist gefällig. Auch nicht als völlig aussichtslos gelten „BlackKkKlansman“ (von Spike Lee, Favorit auf einen Drehbuch-Oscar) und „Vice“. Oder hat sogar Marvels „Black Panther“, die erste für den Besten-Film-Oscar nominierte Comic-Verfilmung, reale Chancen?

In den Hauptdarsteller-Kategorien gibt es diese Favoriten: Rami Malek („Bohemiam Rhapsody“) vor Christian Bale („Vice“) beziehungsweise Glenn Close („The Wife“) vor Olivia Colman („The Favourite“). Die Nebendarsteller-Oscars gehen wahrscheinlich an Regina King („If Beale Street Could Talk“) und Mahershala Ali („Green Book“).

Der Deutsche Florian Henckel von Donnersmarck gilt mit „Werk ohne Autor“ beim Auslands-Oscar als Außenseiter. Die Konkurrenz – „Roma“ und „Cold War“ aus Polen – ist wohl zu stark.

Vielleicht beschert das spannende Rennen der Oscar-Show dieses Jahr gute Quoten. Nach den Ärgernissen im Vorfeld um die Moderation (nach dem Ausscheiden Chris Rocks gibt es diesmal keinen Gastgeber) und die TV-Übertragung (es werden nun doch alle Preisvergaben live gezeigt) braucht die Academy dringend gute Presse. abo

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Erstellt:
22. Februar 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
22. Februar 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 22. Februar 2019, 06:00 Uhr

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