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Missbrauch

Bis zu 20 000 Euro für Opfer

Betroffene und die Brüdergemeinde Korntal beauftragen einen Viererausschuss mit der Auszahlung von Geldern.

16.10.2017

Von EPD

Stuttgart. Die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in der Evangelischen Brüdergemeinde Korntal soll bis Jahresende abgeschlossen sein. Man trete in die „entscheidende Phase“ der Aufklärung und der Anerkennung des Leids Betroffener ein, erklärten die Moderatoren der Aufarbeitung Elisabeth Rohr und Gerd Bauz. Die als Aufklärerin eingesetzte Brigitte Baums-Stammberger habe bislang 65 persönliche Gespräche mit Betroffenen geführt. Ungefähr 20 weitere Treffen seien geplant. Die Juristin und der Erziehungswissenschaftler Benno Hafeneger agieren als unabhängige Aufklärer. Bis Mitte 2018 soll ein Abschlussbericht vorliegen.

In einem Treffen von Betroffenen und Vertretern der Brüdergemeinde wurden am Freitag die Rahmenbedingungen für den künftigen Vergabeausschuss diskutiert und verabschiedet. Das vierköpfige Gremium erhält die Aufgabe, Betroffenen eine finanzielle Anerkennung zuzusprechen, wenn diese einen entsprechenden Antrag gestellt haben. Die „freiwillige Leistung“ werde sich an einem Wert von 5000?Euro orientieren und kann in besonders schweren Einzelfällen auf bis zu 20?000 Euro steigen.

Die schweren Vorwürfe über die Zustände in den Kinderheimen der Evangelischen Brüdergemeinde in Korntal waren 2014 öffentlich geworden. Im April 2017 nahmen die beiden unabhängigen Aufklärer ihre Arbeit auf. Straf- und zivilrechtlich sind die Übergriffe verjährt. epd

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Erstellt:
16. Oktober 2017, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
16. Oktober 2017, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 16. Oktober 2017, 06:00 Uhr

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