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Hut, Wasser und Sonnencreme empfohlen

Bis zu 10.000 Besucher werden beim Mini-Rock-Festival in Horb erwartet

Vier Stunden Schlaf müssen reichen. Von der Früh halb sieben bis nachts um halb eins sind die Mini-Rocker auf den Beinen. Was zählt ist der Erfolg und ein zufriedenes Publikum, wenn am Freitag die erste Band auf der Minirock-Bühne steht.

01.08.2013

Von Martina Lachenmaier

Horb. Einen müden Eindruck machte am Mittwoch niemand auf dem Festivalgelände. Die Teams sind eingespielt. 300 Helfer, 15 bis 30 Jahren alt, stemmen die Festivalorganisation. Zäune bauen, die Helfer bekochen, Bühne und Zelte aufbauen, Elektro- und Wasserleitungen verlegen… Die Arbeit ist gut organisiert. Die Verantwortlichen der jeweiligen Teams sind über Funk in Verbindung. Was so mühelos aussieht, ist minutiös durchgeplant – auch wenn die Jungs ganz locker auf dem Quad oder Gator übers Gelände düsen oder ganz entspannt ein Eis lutschen. Hier sind Organisationsprofis am Werk.

Zwei Campingplätze für 4500 Camper

Das Mini-Rock-Festival spielt sich auf insgesamt 3,76 Hektar ab. Zwei Hektar Campingfläche für 2600 Camper auf der hinteren Wiese, die anderthalb Kilometer entfernt am Neckartalradweg Richtung Mühlen liegt. 1,4 Hektar Campingfläche für 1900 Camper auf dem ehemaligen Gartenschaugelände und 0,36 Hektar reine Freifläche im Festival-Bereich. 2,8 Kilometer Bauzaun mussten errichtet werden. Das sind 800 Bauzaunelemente. Das geht in die Arme. „20 Leute waren zwei Tage nur mit dem Zaun beschäftigt“, berichtet Jan Straub, stellvertretender Vorsitzender und für die Infrastruktur zuständig. Bei Stefan Lazar, dem Teamleiter Infrastruktur, laufen die Fäden zusammen.

„Am Samstag war es zu heiß und am Sonntag zu nass“, sagt Jan Straub. „Das war schwierig für uns.“ Aber mit Wochenbeginn wurden die Wetterumstände besser. Am Mittwoch wurde die Bühne aufgebaut, die Bauzäune wurden miteinander verbunden, Strom und Wasser verlegt und die erste Technik aufgebaut. Der Umwelt zuliebe sortieren die Mini-Rocker sogar den Müll. 80 Dixi-Klos wurden aufgestellt. Zwei Toilettenwagen für die, die ein paar Cent für eine saubere Toilette ausgeben wollen.

Viele Helfer machen seit Jahren mit. Einige verdienen sich ein Eintrittsticket, andere wollen einfach dabei sein, weil schon der Aufbau jede Menge Spaß macht. „Und Frischlinge gibt es auch wieder“, sagt Mini-Rock-Pressesprecher Benjamin Breitmaier. Die Rekrutierung der Helfer haben die Mini-Rocker dieses Jahr weiter professionalisiert. Jeder Helfer hat im Mini-Rock-eigenen Social Network, dem Helferportal, seinen Steckbrief hinterlassen.

„Wenn wir wissen, wer was kann, können wir ihn gezielter nach seinen Stärken einsetzen“, sagt Jan Straub. „Es ist auch wichtig zu wissen, ob jemand Vegetarier ist. Das erleichtert die Küchenplanung, denn die Helfer werden eigens von zwei Köchen bekocht. Wegen der Hitze wurde mehr Mineralwasser geordert als geplant. Allein für die Helfer stehen 500 Liter parat. Wegen der vorhergesagten Hitze Freitag und Samstag empfehlen die Mini-Rocker, Hut, Sonnenbrille und Sonnencreme nicht zu vergessen.

Der Vorverkauf, der am Mittwoch zuende ging, sei gut gelaufen, wenngleich zuletzt etwas schleppend. „Um die Finanzen brauchen wir uns nicht zu sorgen“, sagt Benjamin Breitmaier. Er rechnet mit einer ähnlichen Besucherzahl wie vergangenes Jahr. Da waren es täglich 4500 bis 5000 Besucher.

Das Gelände mit der ausgelagerten Camping-Wiese sei etwas teurer. Die zusätzliche Beleuchtung habe mehrere Tausend Euro mehr gekostet. 25 Hochleistungsstrahler wurden beispielsweise installiert, „damit es keine dunklen Ecken gibt“. Beim letztjährigen Festival haben Diebstähle aus den Zelten heraus die Festival-Laune getrübt. „Deshalb haben wir auch mehr Geld für die Security ausgegeben.“

Info Es gibt noch Tickets an der Abendkasse. Das Dauerticket kostet 55 Euro, das Freitagsticket 34 Euro, das Ticket für Samstag, 30 Euro. Wer campen möchte, zahlt 12 Euro, inklusive fünf Euro Abfallsack-Pfand.

Am Mittwoch wurde die Festival-Bühne aufgebaut; das Top-Banner hing am Nachmittag schon und der erste der beiden Sidewings (Seitenflügel), in denen links und rechts die großen Boxen aufgehängt werden, stand ebenfalls. Rechts oben turnten noch zwei so genannte Rigger, professionelle Bühnentechniker.

22 B ands sind Freitag und Samstag fürs Mini-Rock-Festival gebucht. Zusätzlich zur Open-air-Bühne,wo am Samstag um 22.45 Uhr Irie Révoltés und am Samstag um 22.35 Jennifer Rostock zum Tanz bitten, gibt es eine Zeltbühne, die immer dann bespielt wird, wenn auf der Hauptbühne umgebaut wird. Mit dabei sind außerdem der Berliner Rapper Prinz Pi, Hoffmaestro aus Schweden, Callejon und die Band Eskimo Callboy, die ihre Musik als „tanzbaren Porno-Metal mit einer Prise psychedelischem Glam-Rock“ bezeichnet. Das komplette Line-up findet sich im Internet auf www.mini-rock-festival.de.

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Erstellt:
1. August 2013, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
1. August 2013, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 1. August 2013, 12:00 Uhr

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