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Birnenkuchen mit Lavendel

Birnenkuchen mit Lavendel

Eine trauernde Witwe macht in der liebevollen Provinzkomödie eine Bekanntschaft, die ihr Leben verändert.

Birnenkuchen mit Lavendel

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Le goût des merveilles
Frankreich 2015

Regie: Eric Besnard
Mit: Virginie Efira, Benjamin Lavernhe, Lucie Fagedet

101 Min. - ab 0 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

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Film bewerten

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16.06.2016
  • Klaus-Peter Eichele

  Zwei Trends kreuzen sich in diesem Film, der bei den letzten Französischen Filmtagen den Publikumspreis gewonnen hat. Zum einen die Sehnsucht nach einem vermeintlich unverdorbenen Leben auf dem Land, die sich auch im Boom einschlägiger Zeitschriften niederschlägt. Zum anderen die zuletzt vor allem in deutschen Filmen beliebte Darstellung von Behinderungen, die für den Betroffenen wie für den Zuschauer keine große Last sind, sondern vielmehr lustigen erzählerischen Mehrwert in sich bergen.

Trend eins repräsentiert die junge Bäuerin Louise (Virginie Efira), die in einem pittoresken Landstrich der Provence Bio-Obst anbaut. Doch der Absatz läuft schlecht, die Bank will den Kredit kündigen. Zudem hat Louise den Tod ihres Mannes, der mit dem Gleitschirm abgestürzt ist, noch nicht verwunden. Eines Tages läuft ihr auf der Heimfahrt vom Markt der wunderliche Pierre (Benjamin Lavernhe) vors Auto. Dessen steifes und zugleich zutrauliches Gebaren, verbunden mit Zahlenfimmel und Ordnungswahn, sind Louise zunächst ein Rätsel, offenbaren sich bei Nachforschungen aber als Folgen des Asperger-Syndroms, einer leichteren Form des Autismus. Der von Pierre forcierten engeren Beziehung steht Louise daher skeptisch gegenüber, doch mit der Zeit erweist er sich als der Richtige, um ihr bei der Bewältigung der privaten und wirtschaftlichen Probleme beizustehen.

In deutschen Händen wäre diese Geschichte wohl zu einer Heimatschnulze für den Sonntagabend im ZDF gediehen. Dank der gediegenen Inszenierung von Eric Besnard („Italienisch für Anfänger“) und richtig guten Hauptdarstellern entgeht „Le goût des merveilles“ (Originaltitel) diesem Schicksal. Wer mehr erwartet als die geordnete Bahn einer romantischen Komödie mit Landlust-Touch, wäre allerdings im falschen Film.  

Schau an, es gibt noch ein Frankreich ohne Terror, Migranten und Front national.

Spielplan

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16.06.2016, 11:11 Uhr
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
17.04.2016

21:54 Uhr

Klex schrieb:

Ein genialer kleiner Film. Ich weiß, dass die Wirklichkeit zu wünschen übrig lässt, aber man braucht sich trotzdem nicht verarscht zu fühlen, wenn einen mal was glücklich macht.
Nur der französische Titel ,,Le goût des merveilles" (,,Der Geschmack der Wunder") hätte besser gepasst als der trivialisierende deutsche.
Ich glaube, dass der intelligente Zuschauer nach diesem Film eine bessere Wirkung auf die ach so schlechte Welt hat als nach jedem sadistischen Tarantino oder einfach nur teuren Superman.
(Das gilt übrigens auch für ,,Much Loved", ein ziemlich guter Film, der einen aber doch recht ratlos zurücklässt: Geh ich nun nach Marrakesch in den Puff, damit die dort die endlich mal nen netten Kunden haben und nicht nur fiese reiche Saudis, oder bleib ich lieber allein zu Hause bei meiner Frau?)



 
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