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3. Mössinger Apfelfest

Birnen, Besucher en masse

Großer Andrang schon am Vormittag, strahlende Sonne und Gesichter: Das 3. Mössinger Apfelfest erlebte gestern einen ungeahnten Zulauf.

05.10.2009

Von Ernst Bauer

Mössingen. „500 bis 600 werden nicht langen?, meinte Hans-Günther Wener, Vorsitzender des Mössinger Obst- und Gartenbauvereins, auf die Besuchermassen angesprochen, die auch am frühen Nachmittag noch aufs Realschulgelände strömten. Es dürften am Ende wohl doppelt so viele gewesen sein, gut 1200 Besucher/innen, mehr als im Vorjahr, die am Sonntag vom „Netzwerk Streuobst? nahezu alles über Äpfel, Birnen und den Reichtum heimischer Streuobstwiesen erfuhren.

„So tanzen wir wie Bella Bimba, Bella Bimba, rundherum?, sangen kleine „Steinlach-Kids? der Chorgemeinschaft, dirigiert von Martin Koller, und das Publikum klatschte begeistert Beifall. Herbert Knoll, langjähriger AL-Rat in Nehren, zog immer wieder bewundernde Blicke auf sich ? als Korbflechter. Von seinem Vater, einst Wengerter in Walheim, hat er das gelernt. Er nimmt dazu vor allem gelbe Kopfweiden. „Die wachsen hier überall.?

Von einem eher durchwachsenen Jahr wusste die Öschinger Imkerin Sabine Schultz zu berichten, auch als „Honigunde? bekannt: „Es war ja durchweg verregnet?, im Juli und Juni. Deshalb gibt es nur ganz wenig Sommerhonig ? und schon im dritten Jahr keinen Waldhonig.

Obstbauexperte Wener freute sich, mit seinem dreijährigen Enkel Paul an der Hand, über die fantasievollen Arbeiten der Mössinger Kindergärten: Klebebilder, Collagen, kunterbunte Apfelbäume. Jene hingen heuer allerdings nicht so voll, wie in der kleinen Ausstellung in der Aula zu sehen. Was Max Göhner nur bestätigen konnte: Auf seinem Ofterdinger Gütle hat es die ganze Ernte verhagelt.

Dagegen gibt es heuer Birnen en masse ? ganz ungewöhnliche Sorten waren, neben den vielen Äpfeln, zum Anschauen und Rätseln aufgereiht: Pastorenbirne, Marxenbirne, winzige Wildbirnen, Seilenhefterin oder Gräfin von Paris. Die Streuobstblüte aus der Luft und den neu angelegten Panoramaweg beim Schützenhaus konnte man in einem neuen Werk von „Altfilmer? Erich Niethammer, 84, bewundern. Nabu-Chef Jochen Nill schwebte schon vor, dazu auch Kutschfahrten durch die heimische Natur anzubieten. Die Stadt bot an ihrem Stand, wie Ursula Früh und Rita Pehlke-Seidel berichteten, mit großem Erfolg jungen Familien Obstbaumwiesen zum Pachten an. „Da gibt?s immer noch genug?, sagte Hans-Günther Wener, „das wissen viele gar nicht? (siehe Kästle).

Saftige Infos für Mössingen

So nennt sich ein Faltblatt, das im Rathaus ausliegt und alle Infos zum Netzwerk Streuobst enthält. Neben den Obst- und Gartenbauvereinen Mössingen und Belsen sowie dem Nabu mischen darin auch Agenda-Gruppen mit. Man trifft sich jeden zweiten Dienstag im Monat im Alten Rathaus. Wer von der Stadt ein Stück Streuobstwiese pachten möchte, kann einfach unter 07473 / 370-330 anrufen. Es gibt rund 40 000 Obstbäume rund um Mössingen ? und nur wenige Pfleger.

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Erstellt:
5. Oktober 2009, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
5. Oktober 2009, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 5. Oktober 2009, 12:00 Uhr

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