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Gemeinsam jagen

Birgitta Edelmann stellte ihr Buch über Zughunde-Sport vor

„Die wollen ja nur laufen“, sagt die Rottenburger Tierpsychologin Birgitta Edelmann. Gemeint sind nicht nur die Hunde, sondern auch die Menschen. Beim Zughundesport können sie es gemeinsam tun. Am Sonntag stellte Edelmann ihr neues Buch zum Thema vor.

27.10.2015
  • Fred Keicher

Rottenburg. „Imani“ ist eine Rhodesian-Ridgeback-Hündin. Sie könnte das Referenz-Tier der Hundeschule „Dog’s College“ sein, die die Tierpsychologin seit sechs Jahren in Rottenburg betreibt. Ruhig aber aufmerksam lag sie am Sonntag auf der Waldhorn-Bühne auf einem Fell. Daneben las Birgitta Edelmann den etwa 50 Zuhörern einzelne Kapitel aus ihrem Buch über Zughundesport vor. Es ist vor kurzem in einer Auflage von immerhin 3000 Stück erschienen. Christian Holder moderierte.

Die Lesung und das Buch behandeln die praktischen Details des Sports, den man zu Fuß, mit dem Scooter, einem Bike oder Trike ausüben kann. „Ich wäre unehrlich, wenn ich verschweigen würde, dass es da Dinge gibt, die ich als Unfall bezeichnen würde“, sagte die 49-jährige Hundetrainerin etwas gewunden.

Das wichtigste ist eine klare Rollenverteilung. Denn für Hunde ist normalerweise derjenige der Chef, der vorne läuft. Das Alphatier. Beim Zughundesport wäre das der Hund. Also muss der Mensch andere Regeln aufstellen. Und durchsetzen. „Der Chef ist der, der Verantwortung und Führung übernimmt.“

Wenn sich Mensch und Tier gemeinsam auf die Jagd begeben, sei es für den Hund völlig natürlich, wenn der Mensch der Anführer sei.

Der Teufel steckt im Detail. Etwa wie man den Jagd-Instinkt des Hundes in einen Lauf-Instinkt umwandelt. Eine Zuhörerin berichtete von ihrem Husky. Wenn dem im Wald ein Reh über den Weg läuft, dann rennt er ihm nicht nach, sondern läuft umso schneller auf dem Weg. Edelmann berichtete von einem Turnier in Todtmoos, bei dem eine Frau mit einer roten Wurst am Parcours stand. Sie war sehr schnell eine Frau ohne rote Wurst. In der Praxis sind die Erwartungen an den Hund oft bescheiden: „Er sollte halt kommen, wenn man ihn ruft.“

Die meisten der etwa 50 Besucher der Sonntags-Matinee waren selbst Hundebesitzer. Nur der Moderator Christian Holder gab nach der Veranstaltung zu, dass er nur einen einzigen Hund besitzt: seinen „inneren Schweinehund“.

Das Waldhorn-Kino rahmte die Lesung mit zwei Kurzfilmen ein: „Useless Dog“ zeigt einen Hund namens „Guinness“ auf einem irischen Schafhof. Der Hund ist völlig nutzlos, sagt der Bauer. Aber was macht das schon?

Und im Film „Zwölf Jahre“ von Daniel Nocke macht sich ein smarter Hund vom Acker, weil er sich in einen jungen Pudel verliebt hat. Er dankt seiner Gefährtin der vergangen zwölf Jahre: „Es waren deine besten Jahre. Sie kommen nie wieder. Jetzt hast du nichts.“

Info: Birgitta Edelmann: „Zughundetraining“, Reutlingen 2015, Oertel und Spörer Verlag, 128 Seiten, 14,95 Euro.

Birgitta Edelmann stellte ihr Buch über Zughunde-Sport vor
Hier sind die beiden Hauptfiguren mal sesshaft zu sehen: Birgitta Edelmann und ihre Hündin Imani. Bild: Keicher

Birgitta Edelmann stellte ihr Buch über Zughunde-Sport vor


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27.10.2015, 12:00 Uhr
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