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Stuttgart

Bildungsplan-Kritiker treffen auf Gegendemos

Im Streit um die grün-rote Politik zur Gleichstellung von Homo- und Heterosexuellen werden heute in Stuttgart wieder Tausende Vertreter beider Seiten erwartet.

11.10.2015
  • dpa

Stuttgart. Das Aktionsbündnis «Für Ehe und Familie - Stoppt Gender-Ideologie und Sexualisierung unserer Kinder!» hat nach Angaben der Stadt eine Kundgebung samt Demonstrationszug mit 4000 Teilnehmern angemeldet. Die Jugendorganisationen der Grünen und Linken sowie fünf Privatpersonen erwarten demnach 2000 Menschen zu Gegendemos.

Die baden-württembergische Landesregierung hat einen Aktionsplan beschlossen, der die Diskriminierung von Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung in der Gesellschaft unterbinden soll. Zudem sieht der neue Bildungsplan vor, das vom kommenden Schuljahr an im Unterricht stärker über das Thema sexuelle Vielfalt gesprochen wird. Dagegen hatte es schon mehrere Proteste gegeben.

Die Publizistin Birgit Kelle aufseiten der Kritiker sagte der «Schwäbischen Zeitung» (Samstag), Grün-Rot habe den Bildungsplan zwar entschärft. Aber: «Wir sind leider noch nicht am Ende der Fahnenstange angelangt.» In dem Aktionsplan sei nach wie vor die Bildungsplanänderung drin. «Was ich absolut nicht verstehen kann, ist, dass die Landesregierung mit Lobbygruppen zusammenarbeitet, aber Leuten, die anderer Meinung sind, das Gespräch verweigert.»

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11.10.2015, 12:00 Uhr
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