Bilder aus dem Lebensmittelbericht 2019

Dreckige Geräte, Schimmel, Schädlinge: 3330 Kontrollen gab es im Jahr 2019 im Kreis Tübingen, bei 40 Prozent gab es Beanstandungen. Bilder: Landratsamt Tübingen

/
Stark zerkleinerte Lebensmittel sind besonders anfällig für mikrobielles Wachstum, hier hat ein Schimmelpilz den geriebenen Hartkäse überwuchert.
Auch abgetrocknete Hartwürste können schimmeln. Die Ausrede, dass es sich um Salz und nicht um Schimmelrasen handelt, wird oft verwendet, überzeugt aber nicht wirklich. Diese abgebildeten Würste wurden noch während der Kontrolle unter Aufsicht entsorgt.
Vor einem Jahr gab es im Jahresbericht ein Foto von „Frisch“-Käse, dieses Mal lässt ein Schimmelpilz den jungen Gouda alt aussehen.
Ursprünglich enthielt diese Flasche Chilisauce. Der Schimmelrasen ist nicht über Nacht gewachsen, hier wurden kühlpflichtige Lebensmittel nicht regelmäßig und gründlich genug auf ihre Genusstauglichkeit überprüft.
Dieses Foto zeigt ein Beispiel für einen unsachgemäßen Umgang mit Lebensmitteln: Der gelbe Müllsack ist aufgrund seiner Kunststoffzusammensetzung ungeeignet für den Kontakt mit offenen, insbesondere fetthaltigen Lebensmitteln und wird hier zum Abdecken von Tiramisu benutzt.
Eine berechtigte Beschwerde bezog sich auf Eier, die offensichtlich überlagert waren: Der Dotter zerfloss und der Geruch war faulig. Die Innenseite der Eierschalen war mit schwarzen Pünktchen übersät, die im Labor als Schimmelpilzflecken identifiziert wurden. In der Verkaufsstelle wurden Verfolgsproben erhoben und diese zeigten, dass erneut Eier aus demselben Erzeugerbetrieb beanstandet wurden.
Ein Gast beobachtete in einer Imbissgaststätte, dass Schaschliksoße aus einem angeschimmelten Behältnis auf eine Wurst gegossen wurde. Aufgrund seiner Beschwerde erfolgte eine zeitnahe Betriebskontrolle. Dabei musste festgestellt werden, dass der beobachtete Hygienemangel leider nur einer von vielen war.
Hier ist ein völlig fettverkrusteter Konvektomat zu sehen.
Das gesamte Reinigungsequipment war abgenutzt und verschmutzt. Eine ordnungsgemäße Reinigung war nicht mehr möglich, es bestand vielmehr die Gefahr, dass Schmutz und Keime verteilt wurden.
Aus dieser Galgenbrause sollte eigentlich nur sauberes Trinkwasser fließen. Am Griff ist eine deutliche Schmutzansammlung erkennbar. Auch das Äußere einer Brause muss regelmäßig entkalkt und gesäubert werden.
Am häufigsten traten Probleme mit Schadnagern auf. Mäuse können sehr gut klettern, passen durch Öffnungen vom Durchmesser eines Bleistiftes und vermehren sich rasch! Hier ist Mäusekot auf Steckdosen.
Aufgrund der gravierenden Reinigungsmängel lockten herumliegende Essensreste Schädlinge an. Solange diese Reste für Nager leicht erreichbar sind, werden diese bevorzugt angenommen und die Köderboxen nutzen wenig.
Viele Bedarfsgegenstände wie beispielsweise diese Bratpfannen waren nicht ausreichend gereinigt. Auf diesem Foto ist eine dicke Schicht von eingebrannten Essensresten zu sehen.
Auf dem Rahmen der Spülmaschine konnte sich auf den rauen Kalkablagerungen ein Biofilm - eine Schleimsschicht aus Mikroorganismen - ansiedeln.
Doch es gibt auch positive Beispiele: Der Jäger als Lebensmittelunternehmer, hier eine registrierte Wildkammer in einwandfreiem Zustand.
Ebenfalls positiv: Der saubere Schlachtraum eines landwirtschaftlichen Direktvermarkters für Geflügel.
zum Artikel
  • EMail
  • Facebook
  • Twitter
Sie möchten diesen Inhalt nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.