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Mannheim

Bewährungsstrafe für Schüsse auf Freundin

Weil er seiner Lebensgefährtin aus Versehen mit einer Schrotflinte in den Bauch schoss, hat das Amtsgericht Mannheim einen 42-jährigen Mann zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren und zu 150 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt.

08.08.2016
  • dpa/lsw

Mannheim. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der frühere Türsteher im November 2015 versehentlich einen Schuss aus einer Schrotflinte in den Bauch seiner Freundin abgegeben hat. Der 42 Jahre alte Mann und seine Lebensgefährtin stellten die Tat als Missgeschick dar. Das Gericht glaubte den Ausführungen.

Mit dem Urteil folgte das Gericht dem Antrag der Staatsanwältin, die wegen fahrlässiger Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz für eine zweijährige Bewährungsstrafe plädiert hatte. Die Verteidigerin hatte ebenfalls eine Bewährungsstrafe gefordert.

Der Angeklagte hob hervor, er habe am Wochenende vor der Tat drei Nächte lang als Sicherheitsmann in einer Bar gearbeitet. Um wach zu bleiben habe er Amphetamine konsumiert, außerdem habe er Haschisch geraucht. Danach - von Montag auf Dienstag - habe er kaum geschlafen. Emotional berührt wegen des Attentats, das wenige Tage zuvor von mutmaßlich islamistischen Attentätern in Paris verübt worden war, habe er sich unsicher gefühlt und in der gemeinsamen Wohnung übermüdet seine Schrotflinte in Augenschein genommen.

Während eines Streits mit der damals 18 Jahre alten Tochter der Lebensgefährtin habe er die Waffe weglegen wollen. Dies, zumal ihn die Frau dazu aufgefordert hatte. Dabei habe sich versehentlich ein Schuss aufgrund von Nervosität und Ungeschicklichkeit gelöst.

Die 33 Jahre alte Freundin wurde lebensgefährlich verletzt und musste operiert werden. «Ich habe ihm verziehen. Ich kenne den Mann seit etwa sechs Jahren und er ist mir gegenüber nie gewalttätig gewesen», sagte sie am Montag. Ein Gutachter hatte bestätigt, die Version des Angeklagten könnte zutreffen. Die Vorsitzende Richterin hielt dem Angeklagten sein Geständnis und seine Glaubhaftigkeit zugute. Der Mann hatte sich einige Tage nach der Tat der Polizei gestellt. 

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08.08.2016, 16:18 Uhr | geändert: 08.08.2016, 18:00 Uhr
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