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Reutlingen · Konjunkturumfrage

Betriebe sind mit Geschäftslage zufrieden

Die Erwartungen im Handwerk fallen aber zurückhaltender aus.

12.07.2019

Von ST

Für das Handwerk in der Region läuft es nach wie vor rund. Nach der aktuellen Umfrage der Handwerkskammer waren drei Viertel der Betriebe mit der Geschäftslage im zweiten Quartal zufrieden. Allerdings fallen die Erwartungen der Unternehmen etwas zurückhaltender aus.

„Die Stimmung liegt auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Was angesichts eines wirtschaftlichen Umfeldes, das zunehmend unsicher wird, ein gutes Zeichen ist“, sagt Kammerpräsident Harald Herrmann. Die stabile Konjunktur basiere auf privatem Konsum und anhaltend starker Bautätigkeit. 40 Prozent des Umsatzes der Baufirmen entfielen auf den Wohnungsbau (Vorjahr 33 Prozent).

Die Auftragszuwächse haben in den vergangenen 12 Monaten an Dynamik eingebüßt. 36 Prozent der Betriebe in den Kreisen Reutlingen, Tübingen, Sigmaringen, Freudenstadt und Zollern-Alb verzeichneten mehr Bestellungen (Vorjahr: 40 Prozent). Dennoch ist die Betriebsauslastung unverändert auf hohem Niveau. Rund die Hälfte der Betriebe arbeitet unter Volllast, jeder sechste Betrieb ging über die 100-Prozent-Marke hinaus.

Die Umsatzsituation hat sich verbessert. Der Anteil der Betriebe mit sinkenden Einnahmen ging über alle Branchen hinweg auf 11 Prozent zurück (Vorjahr: 14 Prozent). 4 von 10 Handwerkern steigerten ihre Einnahmen, im Baugewerbe gelang dies knapp 60 Prozent der Befragten.

Das Bauhauptgewerbe verzeichnet denn auch die höchsten Stimmungswerte: 85 Prozent der Maurer, Zimmerer und Dachdecker bewerteten ihre Geschäftslage als gut. Dahinter folgen die Ausbaugewerke (80 Prozent) und die Gewerblichen Zulieferer (73 Prozent). Der Auftragsbestand der Metall- und Elektrobetriebe beträgt knapp 12,5 Wochen, rund dreieinhalb Wochen mehr als 2018. Im Durchschnitt verfügen die Unternehmen über einen Bestand von 10,2 Wochen.

Trotz stabiler Konjunktur haben die Betriebe weniger zusätzliche Arbeitskräfte eingestellt. Einen Grund sieht Herrmann in der Situation auf dem Arbeitsmarkt. „Handwerksbetriebe suchen im Regelfall Fachkräfte, und die sind rar.“ In den kommenden Wochen will jeder achte Betrieb weitere Mitarbeiter einstellen.

Im Vergleich zum Vorjahr fällt der Ausblick im regionalen Handwerk etwas weniger optimistisch aus. Allein die Ausbaubetriebe äußerten sich zuversichtlicher, alle anderen Gruppen liegen unter den Vorjahreswerten. Bei den Zulieferern hat sich der Erwartungsindex im Vergleich zum Vorjahr halbiert. „Die schwächelnde Konjunktur macht sich in den Einschätzungen der industrienahen Betriebe bemerkbar“, sagt Herrmann.

Wobei der Anteil der Betriebe, die mit schlechteren Geschäften rechnen, mit 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr unverändert blieb. Derzeit erwarten 7 von 10 Zulieferern eine stabile Geschäftslage, fast jeder Fünfte rechnet mit Zuwächsen. Über alle Branchen hinweg gehen drei Viertel der Handwerksbetriebe von einem „Weiter so“ aus, jedes sechste Unternehmen erwartet bessere Geschäfte.

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Erstellt:
12. Juli 2019, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
12. Juli 2019, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 12. Juli 2019, 01:00 Uhr

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