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Job in Gefahr

Bestechlicher Beamter verhökerte Daten

Der Verkauf von Personaldaten an einen Versicherungsagenten könnte einem Tübinger Beamten den Job kosten.

14.05.2010

Tübingen. Der Handel lief über Jahre. Ein Beamter der Schulabteilung des Regierungspräsidiums Tübingen verkaufte nach Angaben der Staatsanwaltschaft bis ins Jahr 2009 hinein die Personaldaten von Junglehrern an einen Balinger Versicherungsagenten. Der Vertreter schloss darauf Policen mit den angehenden Lehrern ab und kassierte die Provisionen. Der Fall kam nach TAGBLATT-Informationen ans Tageslicht, weil ein Konkurrent des Vertreters sich über die hohe Zahl der Adressen wunderte, die der Kollege auftrieb. Er zeigte ihn an.

Der Versicherungsmann bediente sich an der Quelle. Sein Helfer, ein Beamter des mittleren Dienstes, hatte Einsicht in die aktuellen Listen mit den Namen von Lehreranwärtern. Er erhielt für seine Dienste Summen „im unteren fünfstelligen Bereich“, sagte Staatsanwalts-Sprecher Alexander Hauser. Von beiden, dem Versicherungsvertreter und dem Beamten, liegen laut Hauser inzwischen Geständnisse vor. Regierungspräsident Hermann Strampfer leitete ein Disziplinarverfahren ein, entband den Beamten von seinen Aufgaben und wies ihm andere zu.

Dem Beamten droht Schlimmeres. Die Staatsanwaltschaft wertet den Datenverkauf als Vergehen der Bestechlichkeit, das eine Strafe von mindestens sechs Monaten und höchstens fünf Jahren Gefängnis nach sich zieht. Dass das Verfahren mit einem Strafbefehl ende, sei nicht zu erwarten. Bei einer Strafe von einem Jahr würde der Mitarbeiter seinen Beamtenstatus verlieren.web

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Erstellt:
14. Mai 2010, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
14. Mai 2010, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 14. Mai 2010, 12:00 Uhr

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