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Meisterbrief krönt beruflichen Werdegang

Beste Konditormeisterin kommt aus Ebersbach

Bei der Meisterfeier des Handwerks in Stuttgart erhielten am Samstagabend fast 800 junge Handwerker ihren Meisterbrief überreicht.

15.10.2012
  • SWP

Stuttgart "Qualifizierung ist die beste Maßnahme gegen den Fachkräftemangel", betonte Rainer Reichhold, Präsident der Handwerkskammer Region Stuttgart im Internationalen Congresscenter in Stuttgart. 18 Jahrgangsbeste konnten für ihre herausragenden Leistungen ausgezeichnet werden.

Als sehr erfreulich wertete Reichhold den sich abzeichnenden Aufwärtstrend hin zur höheren Qualifizierung. "Es ist offensichtlich wieder angesagt, die Meisterschule zu besuchen", bilanzierte der Kammerpräsident. Lag die Zahl der erfolgreichen Absolventen von Meisterschulen im Jahr 2006 noch bei 690 Handwerkern, nahm sie bis Herbst 2012 auf 772 zu. "Dies zeigt, dass der Meisterbrief nichts an seiner Attraktivität verloren hat - er ist zum einen ein wichtiger traditioneller Teil des Handwerks, zum anderen ist er ein erfolgsträchtiges Zukunftsmodell." Reichhold bezeichnete den Meisterbrief als "Krone im beruflichen Werdegang und beste Grundlage für die wirtschaftliche Selbstständigkeit oder für Führungsaufgaben in einem Unternehmen". Auf den Führungsnachwuchs kämen zahlreiche Herausforderungen zu. Es gelte vor allem die Unternehmerlücke zu füllen, die die Alterspyramide hinterlässt. In vielen Firmen sei die Frage der Betriebsnachfolge nach wie vor ungeklärt. Reichhold: "Die frei werdenden Chefsessel könnten bald von den jungen Meistern eingenommen werden." Da das Handwerk ein arbeitsintensiver Wirtschaftsbereich sei, spüre es den demografischen Wandel unmittelbar. Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt, Fachkräfte seien immer schwieriger zu finden. Reichhold: "Das beste Gegenmittel ist, dass wir die Qualifikation und Karriereleiter unserer Mitarbeiter zur Chefsache machen." Gutes Arbeitsumfeld, hohe Arbeitszufriedenheit, Ausbildung für die Selbstständigkeit, Aufstiegs- und Fortbildungsmöglichkeiten - das Handwerk dürfe nicht nachlassen, diese Fakten intensiv in die Öffentlichkeit zu tragen.

Die besten Meister des Jahrgangs 2011/2012: Philipp Eric Johannes Bayer (Aalen), Metallbauer-Meister; Stephanie Drenseck (Stuttgart), Orgel- und Harmoniumbauer-Meisterin; Jens Frank (Altdorf), Schilder- und Lichtreklamehersteller-Meister; Markus Huber (Oppenau), Behälter- und Apparatebauer-Meister; Kassandra Kern (Eppingen), Maßschneider-Meisterin; Oliver Langguth (Eningen), Bäcker-Meister; Michael Leib (Moorenweis), Klempner-Meister; Thomas Lindner (Rosenberg), Stuckateur-Meister; Christina Meyer (Würzburg), Zahntechniker-Meisterin; Andreas Müller (Ehingen), Landmaschinenmechaniker-Meister; Ann-Kathrin Müller, (Waldshut-Tiengen), Raumausstatter-Meisterin; Marius Münster, (Remseck), Installateur und Heizungsbauer-Meister, Christina Speißer (Ebersbach), Konditor-Meisterin; Kathrin Starz (Nürtingen), Friseur-Meisterin;Raphael Vetter (Nürtingen), Tischler-Meister; Matthias Wahl (Ruppertshofen), Galvaniseur-Meister; Stefan Wolz (Mönchberg), Müller-Meister; Andreas Zein (Feuchtwangen) Maler und Lackierer-Meister;

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15.10.2012, 12:00 Uhr
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