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Kuka-Verkauf

Berlin behält sich Prüfung vor

In die Übernahme des Augsburger Roboterbauers Kuka durch das chinesische Unternehmen Midea schaltet sich möglicherweise das Bundeswirtschaftsministerium ein.

11.08.2016
  • DPA

Berlin. „Wir behalten uns die Prüfung noch vor“, sagte eine Sprecherin in Berlin. Nach dem Außenwirtschaftsrecht kann das Ressort einen Verkauf unter die Lupe nehmen, wenn ein Investor von außerhalb der EU mindestens 25 Prozent der stimmberechtigten Anteile an einem deutschen Unternehmen erwirbt.

Zu untersuchen wäre dann, ob dies „die öffentliche Ordnung oder Sicherheit“ Deutschlands gefährdet. Die Übernahme kann untersagt werden, möglich sind Auflagen. Das betrifft etwa strategisch wichtige Bereiche wie Telekommunikation oder Strom- und Wasserversorgung.

Der chinesische Elektrogeräte-Hersteller Midea hat Kuka zu knapp 95 Prozent übernommen, wie nach dem Ende einer Frist am Montag mitgeteilt wurde. Midea will bis März 2017 die Übernahme abschließen. Kuka mit 12 600 Arbeitsplätzen ist auf Roboter für die Industrie –- insbesondere in der Autoproduktion – spezialisiert. Die Kuka-Aktie wurde durch die Übernahme aus dem Index der mittelgroßen Werte M-Dax gedrängt. Das Papier werde durch den Anteilschein des Großküchenausrüsters Rational ersetzt. Der Grund: Der Kuka-Streubesitz ist unter 10 Prozent gefallen. In einem solchen Fall wird das Papier aus dem Index genommen.

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11.08.2016, 06:00 Uhr
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