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Antwerpen

Belgische AKW verärgern deutsche Politik

28.12.2015
  • DPA

Antwerpen. Die belgischen Atomreaktoren sorgen weiter für Ärger. Nur vier Tage nach dem Wiederhochfahren musste die umstrittene Anlage Doel 3 am ersten Weihnachtstag erneut vom Netz genommen werden. Kurz zuvor war an einer Heißwasserleitung im konventionellen Teil des Kraftwerks ein Leck entdeckt worden. Für die Sicherheit der Anlage und die Umwelt stelle der Defekt keinerlei Gefahr dar, sagte eine Sprecherin des Betreibers Electrabel.

Der rund 150 Kilometer von der deutschen Grenze entfernte Druckwasserreaktor bei Antwerpen sollte nach der Reparatur des Lecks wieder ans Netz gehen. Doel 3 war zuletzt wegen Sicherheitsbedenken mehr als eineinhalb Jahre abgeschaltet gewesen, nachdem Haarrisse am Reaktorbehälter entdeckt worden waren.

Aus der Bundesregierung kam trotz der Beruhigungsversuche Kritik an der belgischen Atompolitik. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) bezeichnete die Sorgen deutscher Bürger als berechtigt. "Das ist ja Flickschusterei, was die da betreiben", sagte sie im WDR. Die Zahl der Zwischenfälle in belgischen Reaktoren stehe dafür, dass man sage: "Na ja, langsam aber sicher sind die Dinger wohl besser außer Betrieb zu nehmen." Erst am Freitag vor einer Woche war es am etwa 70 Kilometer von Aachen entfernten Standort Tihange zu einem Brand an einer elektrischen Schalttafel gekommen.

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28.12.2015, 08:30 Uhr
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