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IG Metall zum VW-Abgas-Skandal

"Beispiel für kurzfristiges Profitdenken"

Die Vorgänge bei VW erschüttern auch die IG Metall. Die Gewerkschaft sieht in dem Abgas-Skandal ein Beispiel, warum mehr Mitbestimmung nötig ist.

22.10.2015
  • VT/DPA

Frankfurt Der VW-Abgas-Skandal wirft auch seine Schatten auf die Mitgliederversammlung der IG Metall. "Volkswagen ist ein Musterbeispiel, wie Eigentum sich der Verantwortung entzieht und Mitbestimmung sich der Verantwortung stellt", sagte Jörg Hofmann bei seinem Zukunftsreferat. Zu sehen sei aber auch, "wie kurzfristiges Profitdenken zum Betrug am Kunden und der Gesellschaft führt", erklärte der neue Chef der einflussreichen Gewerkschaft. Mehr Mitbestimmung und nicht weniger ist gefragt. Deshalb bereite die IG Metall Vorschläge zur Reform der Mitbestimmung vor, mit denen aktuelle Herausforderungen angegangen werden sollen.

In keinem anderen Industrieunternehmen ist die IG Metall so stark wie beim größten Autokonzern Europas, der wegen der Abgaswerte-Manipulationen in Diesel-Motoren vor Strafzahlungen und Schadensersatz in Milliardenhöhe steht. Über 90 Prozent der Stammbelegschaft sind gewerkschaftlich organisiert, geschützt vom VW-Gesetz spielt die IG Metall gemeinsam mit dem Land Niedersachsen auch im Aufsichtsrat eine gewichtige Rolle. Doch für die strategischen Entscheidungen sieht sie allein die Eignerfamilien Piëch und Porsche in der Verantwortung. Hofmann dürfte bald im Aufsichtsrat sitzen.

"Die Mitbestimmung bezieht sich nicht auf die Frage, welche Komponenten in einen Motor eingebaut werden", sagt Hofmann-Vorgänger Detlef Wetzel.

5 Mrd. EUR sollte VW sparen, doch Betriebsrat Bernd Osterloh fuhr dem Chef auf ungewöhnliche Weise in die Parade: Die Arbeitnehmerseite legte ordnerweise Sparvorschläge vor, die Osterloh zufolge sogar noch locker 1 Mrd. EUR mehr an Einsparungen brächten. Auch mit Kritik an der einst streng auf Winterkorn und den VW-Patriarchen Ferdinand Piëch ausgerichteten Unternehmenskultur sparte Osterloh zuletzt nicht.

Hinter vorgehaltener Hand wird unter den Metallern durchaus bezweifelt, dass der von Wetzel ausgegebene Grundsatz "Wir zahlen nicht für eure Krise" durchgehalten werden kann.

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22.10.2015, 12:00 Uhr
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