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Beisetzung am Montag in Sülchen: Deutsche Bischofskonferenz würdigt Eberhard Mühlbachers Wirken
Domkapitular Eberhard Mühlbacher auf einem Foto von 1999, als er 71-jährig aus der Diözesanleitung verabschiedet wurde. Archivbild: Mozer
Generalvikar der Diözese und Mann der Weltkirche

Beisetzung am Montag in Sülchen: Deutsche Bischofskonferenz würdigt Eberhard Mühlbachers Wirken

Als „weltkirchlich herausragend engagiert“ würdigte die Deutsche Bischofskonferenz den am vergangenen Donnerstag im Alter von 89 Jahren verstorbenen Eberhard Mühlbacher. Der frühere Generalvikar und Begründer der Hauptabteilung Weltkirche wird am kommenden Montag in Rottenburg beigesetzt.

25.08.2016
  • Gert Fleischer

Rottenburg. „Kraftvoll, zielstrebig, sensibel und freundlich“ habe sich Eberhard Mühlbacher für die Kirche in den Entwicklungsländern eingesetzt, schrieb der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Bischofskonferenz, der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick, an die Diözese Rottenburg-Stuttgart. Mühlbacher, der vor einer Woche im Seniorenheim in Horb starb (wir berichteten) wird am kommenden Montag, 29.August, auf dem Rottenburger Sülchenfriedhof beigesetzt. Bischof Gebhard Fürst leitet zuvor das um 14 Uhr im Dom St. Martin beginnende Requiem.

Eberhard Mühlbacher, 1927 in Ludwigsburg geboren, lernte nach dem Krieg zunächst Mechaniker bei Bosch. Ein Handwerk sei in schlechten Zeiten immer nützlich, hatte ihm der Vater geraten. Es reizte den jungen Eberhard Mühlbacher damals, mal Ingenieur zu werden, Maschinen und Schiffe zu bauen. Doch dann zog es ihn doch mehr zu einer Aufgabe hin, die etwas mit Menschen zu tun hatte. Verschiedenen Begegnungen und Stationen bildeten die Stufen, auf denen er zu seiner Bestimmung fand. Nach dem Studium im Tübinger Wilhelmsstift und der Vorbereitung im Rottenburger Priesterseminar weihte ihn 1953 Bischof Carl Joseph Leiprecht zum Priester. Mühlbacher wurde später und über viele Jahre hinweg dessen engster Mitarbeiter.

Nach seinem Vikariat in Ulm und Stuttgart berief ihn Carl Joseph Leiprecht 1957 als Bischöflichen Sekretär zu sich, eine Aufgabe, die Mühlbacher bis 1967 ausübte. In diese Zeit fiel die Teilnahme am Zweiten Vaticanum in Begleitung Bischof Leiprechts, bei dem Mühlbacher die Funktion eines Assignatore, eine „Platzanweisers“ wahrnahm.

32 Jahre lang gehörte Mühlbacher der Diözesanleitung an, zunächst von 1967 an als Ordinariatsrat für die Belange der Dritten Welt und der ausländischen Mitbürger in der Diözese Rottenburg, ab 1972 als Domkapitular. 1981 bestellte ihn Bischof Georg Moser zum Generalvikar. Zwölf Jahre, bis 1993, gestaltete Mühlbacher in diesem Amt mit hoher Verantwortung die Geschicke der schwäbischen Diözese mit. Nach seiner Emeritierung als Generalvikar war er unter Bischof Walter Kasper noch fünf Jahre lang Bischofsvikar für die Weltkirchlichen Aufgaben der Diözese.

Eberhard Mühlbacher wurde vielfacher geehrt: Er ist unter anderem Träger des Bundesverdienstkreuzes Erster Klasse, der baden-württembergischen Landesverdienstmedaille, der Goldenen Ehrenmedaille der Stadt Rottenburg und des Verdienstkreuzes des Malteserordens. Zweimal wurde ihm der Titel eines Ehrendoktors verliehen, er ist Ehrendomherr mehrerer Diözesen und Archimandrit der Griechisch-Melkitischen Kirche in Israel; nach den päpstlichen Ehrentiteln eines Monsignore und eines Prälaten folgte 1986 der Apostolische Protonotar, die höchste Stufe in der Rangfolge der Prälaten.

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25.08.2016, 01:00 Uhr
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