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Schwaches Briefgeschäft - Hilferuf an Politik

Beim Post-Konzern bahnt sich Streit an

Im Post-Konzern rumort es. Weil der Ertrag stark schrumpft, fordert Postchef Appel Zugeständnisse der Mitarbeiter. Das lehnt Verdi ab.

24.07.2009
  • WOLF GOLDSCHMITT

Das Briefgeschäft der Deutschen Post, jahrzehntelang die fette Melkkuh des Konzerns, kränkelt. Die elektronischen Medien und immer weniger Werbesendungen sorgen für einen bislang einmaligen Gewinneinbruch. Die Wirtschaftskrise beschleunigt den Abstieg. Im zweiten Quartal 2009 meldet der Vorstandsvorsitzende Frank Appel ein Minus von 45 Prozent im Jahresvergleich, Tendenz schwach. Drastische Kostensenkungen bei Personal und Technik sowie ein kostenpflichtiger Internet-Brief bis 2010 sollen den Sinkflug abfedern. Ebenfalls in den Überlegung der Chefetage: Die Einbeziehung der Politik in die Lösung der Briefkrise. In der Briefsparte stürzte das Vorsteuerergebnis von 275 Mio. EUR auf 171 Mio. EUR ab. Auch weil hohe Fixkosten sowie steigende Lohnkosten zu Buche schlagen, rechnet der Postchef nicht damit, die Gewinne früherer Jahre zu erreichen. Was Appel bereits 2008 beim verlustreichen US-Expressgeschäft praktiziert hat, bekommen nun die 155 000 Beschäftigten der Briefsparte zu spüren: einen knallharten Sparkurs. Appel verlangt deshalb große Zugeständnisse der Arbeitnehmer. Es führe kein Weg an längeren Arbeitszeiten von 38,5 Stunden ohne Lohnausgleich vorbei, sagte der 47jährige bei der gestrigen Pressekonferenz zur Halbjahresbilanz. Eine Lohnerhöhung zum Jahresende steht ebenfalls auf der Kippe. Laut Verdi-Vorstandmitglied Andrea Koscic steht der aktuelle Tarifvertrag der Sparwelle des Konzerns im Weg. Betriebsbedingte Kündigungen seien bis 2011 ohnehin nicht möglich. Um einen möglichen Arbeitskampf zur Weihnachtszeit zu verhindern, gibt es neue Vorschläge in der Post-Führungsebene. Ein führender Manager fordert die Einbeziehung der Politik in den Streit. Mehr Flexibilität bei der Preisgestaltung für Briefe sei nötig. Auch eine neue, den aktuellen Marktgegebenheiten angepasste Universaldienstleistungsverordnung, könnte die Lösung der finanziellen Schwierigkeiten auf mehrere Schultern verteilen, sagt der Postmanager. Bis Ende des Jahres will der Postchef ein positives operatives Gesamtgebnis vorweisen. Nach seinen Aussagen soll sich der Vorsteuergewinn auf 1,2 Mrd. EUR belaufen, was letztlich aber einer Halbierung des operativen Ergebnisses von 2008 entspricht.

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24.07.2009, 12:00 Uhr
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