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Die Tübinger Nordstadt ist bunt

Beim Fest der Kulturen auf WHO kamen am Samstag sowohl junge als auch ältere Besucher auf ihre Kosten

Kulinarisch, musikalisch oder spielerisch: Beim Fest der Kulturen stellten sich am Samstag die verschiedenen Nationalitäten vor, die in der Tübinger Nordstadt vertreten sind.

11.10.2015
  • Philipp Koebnik

Tübingen. „Ich finde das sehr gut, dahinter steckt wirklich viel ehrenamtliches Engagement“, sagte Anna Neunhöfer. Mit ihrem Mann und den drei Kindern war sie am Samstag beim Fest der Kulturen der Tübinger Nordstadt. An vielen Ständen auf dem Platz hinter dem Einkaufszentrum WHO konnten sich die mehr als hundert Besucher/innen über andere Länder und Kulturen informieren, essen und trinken, Spiele ausprobieren und vieles mehr. „Unsere Kinder hatten richtig Spaß“, freute sich Neunhöfer.

Kunst aus Sansibar und algerische Spezialitäten

Alle zwei Jahre gibt es das Fest der Kulturen, für das verschiedene Einrichtungen zusammenarbeiten: der Stadtteiltreff WHO, der Förderverein der Grundschule Winkelwiese/Waldhäuser-Ost, das Multiplikatorenteam des INET-Projekts Tübingen, das Jugendforum WHO, der SSC und die Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde. „Wir freuen uns, dass auch die Kreissparkasse Tübingen dabei ist“, sagte Anne Kreim, Vorsitzende des Stadtteiltreffs. Die KSK spendierte am Samstag jedem Besucher eine Tüte Popcorn und hatte außerdem eine aufblasbare Torwand aufgebaut.

Die Eltern von Schülern der Grundschule Winkelwiese/Waldhäuser-Ost präsentierten an kleinen Info-Ständen unterschiedliche Nationen. „Wir haben Ikonen-Bilder mitgebracht und Souflaki angeboten“, sagte Olga Kyriakidou, die den griechischen Stand betreute. Die Klasse 4c hatte einen kleinen Flohmarkt organisiert: Die Kinder verkauften Spielzeug, Kuscheltiere oder Schmuck, den die Eltern nicht mehr brauchen. „Der Erlös kommt unserem neuen Schulgarten und einem gemeinsamen Ausflug zugute“, so Ulrike Radmer, Lehrerin an der Grundschule.

Am Stand des Vereins Go for Sansibar gab es Marmelade mit Gewürzen aus Sansibar, Nelken-Honig oder Postkarten mit naiver Malerei des ostafrikanischen Inselstaats. Die Martin-Bonhoeffer-Häuser (MBH) stellten ihre Arbeit vor, darunter nicht zuletzt die Jugendhilfe-Angebote. „In der sozialen Gruppenarbeit zum Beispiel lernen Kinder Sozialkompetenzen“, erklärte MBH-Mitarbeiterin Sandra Schelkle.

Sowohl für die jungen als auch für die älteren Besucher/innen gab es viel zu entdecken. Einige Jungen spielten Fußball an einem Riesen-Kicker, andere versuchten, einen neuen Rekord beim Kisten-Klettern aufzustellen. Ein paar ältere Männer waren unterdessen mit Schach-Spielen beschäftigt: Ein großes Spielfeld war mit Kreide auf den Boden gemalt, gespielt wurde mit großen Holzfiguren. Für nachdenkliches Stirnrunzeln sorgten auch manche der aus Holz gefertigten Spiele des Interkulturellen Spielemobils der Volkshochschule, an denen sich einige Leute versuchten.

Zu einem Fest der Kulturen gehören auch kulinarische Entdeckungen. Aischa Outaggarts und ihr Mann Mohamed verköstigten die Besucher mit Tee und algerischen Spezialitäten – herzhaft oder süß. „Wir kochen gerne und sind immer bei diesem Fest dabei“, sagte Mohamed Outaggarts, Vorsitzender des Tübinger Islamischen Kultur- und Begegnungsvereins. „Es ist schön, dass sich unterschiedliche Kulturen hier präsentieren können.“ Es gehe darum, Vorurteile abzubauen.

Für musikalische Unterhaltung war ebenfalls gesorgt. Two Dogs Left spielten Klassiker der Bluesmusik und am späten Nachmittag führten Mitglieder der Eritreischen Vereinigung traditionelle Tänze ihres Landes auf. Aber auch der Hagellocher Musikverein und der Kinderchor der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde zeigten, was sie können. „Ich finde es wichtig, dass wir bei einem Fest der Kulturen auch die deutsche Kultur zeigen, sodass es ein buntes Bild gibt“, erklärte Anne Kreim.

Eritreische Flüchtlinge halfen beim Abbau

Diese Vielfalt war auch interessant für die eritreischen Flüchtlinge, die unter anderem beim Abbau halfen. „Mir macht das viel Spaß“, fand etwa Teklezgi Zeregabri. „Es ist schön, neue Leute kennenzulernen“, sagte der 25-Jährige, der auch beim Tanzen mitmachte. Er lebt seit einem Dreivierteljahr in Tübingen, untergebracht ist er in der Niethammerstraße. Erstmal möchte er sein Deutsch verbessern. „Danach würde ich sehr gerne eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker machen.“

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11.10.2015, 12:00 Uhr
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