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Wertloser Tor-Wirbel

Beim 3:4 in Leverkusen bestraft sich der abwehrschwache VfB selbst

Diese siebte Saisonniederlage schmerzt ungeheuer. Zweimal führte der VfB in Leverkusen mit zwei Toren. Am Ende stand das bittere 3:4. Das Konzept des Offensiv-Fußballs scheitert am gewaltigen Abwehr-Fiasko.

26.10.2015
  • WOLFGANG SCHEERER

Stuttgart/Leverkusen Schnell abhaken kann der VfB-Trainer dieses Fußball-Spektakel mit enttäuschendem Ausgang nicht. Heute muss sich Alexander Zorniger schon wieder fragen lassen: Wie konnten die Stuttgarter so eine Chance aus der Hand geben? Außerdem geht es bei der vor dem DFB-Pokalspiel beim Viertligisten Carl Zeiss Jena (Mittwoch, 20.30 Uhr) angesetzten Pressekonferenz sicher darum, wie die Mannschaft das 3:4 bei Bayer Leverkusen wegsteckt.

1:0 Harnik (50.), 2:0 Didavi (54.), 2:1 Bellarabi (57.), 3:1 Rupp (60.), 3:2 Boenisch (70.), 3:3 Hernandez (71.), 3:4 Mehmedi (89.) lautet die denkwürdige Torfolge mit Folgen: Anstatt dem ersten Heimerfolg gegen Ingolstadt einen Befreiungsschlag folgen zu lassen, bleiben die Stuttgarter mit sieben Punkten im Tabellenkeller hängen, auch die Stimmung ist wieder am Tiefpunkt.

Torschütze Martin Harnik: "Das ist eine ganz bittere Niederlage. Wenn man zwei Mal mit zwei Toren Vorsprung führt, darf man nicht mehr verlieren." Torschütze Daniel Didavi: "Wir haben viel Aufwand betrieben, folgerichtig auch die Tore gemacht und verdient geführt. Eine 3:1-Führung dürfen wir aber nicht mehr aus der Hand geben. Unterm Strich kassieren wir zu viele Gegentore und können uns daher nicht belohnen." Die traurige Bilanz nach zehn Spieltagen liest sich so: Mit 2,3 Gegentoren pro Auftritt hat der VfB die mit Abstand schlechteste Abwehr der Liga. Schmerzlich vermisst wurde das Defensiv-Duo vor der Viererkette: Christian Gentner fehlte verletzt, Serey Dié wegen der Gelb-Rot-Sperre. Sie hätten in der heißen Phase, als die Leverkusener Konter rollten, für mehr Ruhe und Abgeklärtheit sorgen können.

So musste Trainer Zorniger eingestehen: "Wir haben die 1:1-Situationen nicht gut verteidigt, damit müssen wir leben. Es tut mir für die Mannschaft extrem leid. Am Ende hatten wir der hohen Qualität der Leverkusener nichts mehr entgegenzusetzen. Meine Jungs spielen beherzten Fußball, was allerdings fehlt, sind die Punkte nach solchen Leistungen - und das schon seit Rundenbeginn." Dass das alles nicht nach Resignation klingt, auch wenn es sich vielleicht so anhörte, wird Alexander Zorniger heute ganz bestimmt auch klarstellen.

Und womöglich noch einmal, warum hat er die Abteilung Attacke nach der 3:1-Führung nicht zurückgepfiffen und absolute Abwehrdisziplin verordnet. "Soll ich meinen Spielern sagen, sie sollen nach vorne verteidigen und dann passiv hinten stehen. Das kannst du nicht machen", sagte Zorniger in Leverkusen und reagierte sarkastisch auf die Frage, bis wann seine Profis auch ein besseres Defensivverhalten lernen: "Vielleicht bis 22. oder 24. Februar. Wir arbeiten daran. Die Zeit bekommen die Spieler."

Wie viel Zeit der Trainer selbst bekommt, das ist in Stuttgart ein anderes Thema. Die englische Woche mit der Reise nach Thüringen wird zusätzlich Kraft kosten. Zu Gast am Sonntag, 15.30 Uhr, ist dann wieder einer der unbekümmerten Aufsteiger: Darmstadt 98. Alexander Zorniger weiß nur zu genau: "Wir müssen mehr Punkte holen."

Beim 3:4 in Leverkusen bestraft sich der abwehrschwache VfB selbst
Völlig fassungslos: VfB-Stürmer Martin Harnik, der mit dem 1:0-Führungstreffer sein erstes Saisontor erzielt hatte, nach dem Schlusspfiff in Leverkusen. Foto: dpa

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26.10.2015, 12:00 Uhr
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