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Rekordsumme bei Live-Gala "Ein Herz für Kinder": 18,9 Millionen Euro

Beifall für spontane Spenden

Flammende Reden, tiefe Ausschnitte und etwas Kitsch - bei der "Ein Herz für Kinder"-Gala in Berlin dominiert der Glamour. Der eigentliche Star des Abends kommt aber in Nonnentracht auf die Bühne.

07.12.2015
  • DPA

Berlin. Während sich die Stars auf dem roten Teppich präsentieren, warten nebenan mehr als 2000 Flüchtlinge auf engem Raum auf eine bessere Zukunft: Im ehemaligen Flughafen Tempelhof in Berlin sind sich am Samstagabend zwei gegensätzliche Welten ganz nahe gekommen. Der Axel-Springer-Verlag veranstaltete in einem der Hangars die Benefizgala "Ein Herz für Kinder". Moderator Johannes B. Kerner ließ gar nicht erst den Verdacht aufkommen, er sei sich über die pikante Ortswahl der Gala nicht im Klaren. 700 Flüchtlingskinder lebten in unmittelbarer Nähe, sagte er zu Beginn der Sendung, die live im ZDF übertragen wurde. "Wir müssen mithelfen, diesen Kindern eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen."

Im Publikum und an den Spendentelefonen saß eine große Riege an Stars und Politikern - darunter Sylvie Meis, Sophia Thomalla und Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig, die am Spendentelefon betonte: "Ich finde es toll, dass gerade auch Leute mitmachen, die einen kleinen Geldbeutel haben." Die anwesenden Stars wurden von Komiker Ralf Schmitz zur Kasse gebeten. Dreist versuchte er, Promis in den Sitzreihen zu Spontanspenden breitzuschlagen. Der soziale Druck wirkte: Schauspielerin Ursula Karven sagte 1000 Euro zu, und Nachrichtensprecherin Judith Rakers ließ sich sogar zu 10 000 Euro überreden.

Besonders im Gedächtnis blieb der Auftritt von Sarah Connor. Die Sängerin hat bei sich zu Hause neun Flüchtlinge aufgenommen und fragt sich dennoch: "Tu ich eigentlich genug?"

Til Schweiger, der für sein Engagement für Flüchtlinge ausgezeichnet wurde, betonte, dass es eine "gottverdammte Pflicht" sei, den Kindern zu helfen. Was am kommenden Tag über ihn im Internet zu lesen sei, sei ihm "scheißegal".

Peter Maffay legte einen Song der Tabaluga-Saga neu auf, zu dem Mario Adorf Sprechgesang im Märchenerzähler-Stil einstreute.

Für Abwechslung im durchgeplanten Showablauf sorgte am Ende Karoline Mayer. Die 72-jährige Ordensschwester wurde für ihren jahrzehntelangen Einsatz für arme Menschen in Lateinamerika mit dem "Goldenen Herzen" ausgezeichnet, die Laudatio hielt Sigmar Gabriel (SPD).

Mehr als vier Millionen Menschen verfolgten am Bildschirm die Show, im vergangenen Jahr waren es 3,86 Millionen. Zum Schluss präsentierte Kerner auf einem großen Pappherz die Spendensumme: rund 18,9 Millionen Euro waren eingegangen. Einiges davon soll auch Flüchtlingskindern zu Gute kommen - möglicherweise auch denen nebenan im Hangar.

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07.12.2015, 08:30 Uhr
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