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Ex-Mitglied des Exekutivkomitees gesperrt

Bei der Fifa geht es weiter rund

Nach Blatter und Platini wurde der thailändische Verbandspräsident Worawi Makudi suspendiert - und ein Schweizer erwägt Präsidentenkandidatur.

13.10.2015
  • SID

Zürich Die Ethikjäger des Fußball-Weltverbands Fifa versuchen, ihre Aufräumarbeiten voranzutreiben. Gestern suspendierte die Kommission mit dem deutschen Richter Hans-Joachim Eckert den nächsten zwielichtigen Funktionär, der stark unter Korruptionsverdacht steht. Der thailändische Verbandspräsident Worawi Makudi (63) wurde wie zuvor Fifa-Boss Joseph S. Blatter (79) und Uefa-Chef Michel Platini (60) für 90 Tage vorläufig gesperrt.

Interimspräsident Issa Hayatou (69) lässt dagegen weiter auf sich warten. Die Ankunft des Kameruners, der satzungsgemäß, aber keinesfalls unumstritten Blatters Amtsgeschäfte übernommen hat, wurde auf Mittwoch verschoben - zudem soll Hayatous offizieller Antritt auf dem Zürichberg so geräuschlos wie möglich erfolgen.

Eine Pressekonferenz sei derzeit nicht geplant, sagte ein Fifa-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. Ein riesiges Medienaufkommen dürfte den Weltverband, der in der vergangenen Woche ins Chaos stürzte, am 20. Oktober während der Krisensitzung des Exekutivkomitees erwarten. In diesem Gremium sitzt Makudi trotz jahrelanger Korruptionsvorwürfe erst seit Mai nicht mehr. Der Thai war 18 Jahre lang Teil des Komitees, jetzt belegte ihn die Ethikkommission mit einer Schutzsperre, weil eine Verletzung des Ethikcodes sehr wahrscheinlich sei. In der Heimat wurde Makudi erst im Juli der Urkundenfälschung in Zusammenhang mit seiner Wiederwahl zum Verbandspräsidenten schuldig gesprochen.

Nach der Suspendierung von Blatter und Uefa-Chef Platini waren die beiden mächtigsten Fußballverbände auf einen Schlag kopflos - beide kündigten umgehend Einspruch an. Vor allem für Platini wird die Zeit knapp: Stand jetzt endet die Bewerbungsfrist für die Fifa-Präsidentenwahl am 26. Oktober. Der Franzose will unbedingt antreten. Aufgrund der Suspendierung gibt er derzeit keinen mehrheitsfähigen Kandidaten. Prinz Ali bin al Hussein aus Jordanien oder Brasiliens Idol Zico haben kaum Unterstützung. Gestern brachte sich der ehemalige Fifa-Generalsekretär Michel Zen-Ruffinen ins Gespräch. Er sei von verschiedenen Personen darauf angesprochen worden, laut denen er ein guter Kandidat wäre, um die nötigen Reformen umzusetzen. Er verließ 2002 die Fifa im Streit, nachdem er zuvor vergeblich versucht hatte, Blatter zu stürzen.

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13.10.2015, 12:00 Uhr
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