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TÜBINGEN/REUTLINGEN

Bei der Fasnet mischt auch die Polizei mit

Die so genannte fünfte Jahreszeit geht rasant ihrem Höhepunkt entgegen. Bereits jetzt finden Straßenfeste, Umzüge und Fasnachtsfeiern in Gaststätten, Vereinsheimen sowie Festhallen statt. Für viele Narren ist die Fasnet häufig ein willkommener Anlass, etwas tiefer als sonst ins Glas zu schauen.

17.01.2008

(tol). Dabei gerät das lustige und ausgelassene Treiben manchmal nicht nur aus den Fugen, sondern oftmals auch ruckzuck an strafrechtliche Grenzen.

Aus Spaß kann plötzlich bitterer Ernst werden, wenn man alkoholisiert am Steuer seines Autos von der Polizei erwischt wird oder gar einen Unfall baut. Dann hat sich für viele Narren oft schon der Aschermittwoch vor dem „Schmotzigen Dauschteg“ eingestellt. Deshalb weist die Polizei bereits heute darauf hin, dass sie während der Fasnetszeit verstärkt Flagge zeigen wird.

So will sie in den nächsten Wochen auf ihren Streifenfahrten ihr besonderes Augenmerk auf alkoholisierte Autofahrer richten. Dabei zeigen die Beamten nicht nur auf den Landes- und Kreisstraßen Präsenz, vielmehr werden sie auch auf den so genannten „Promillesträßchen“ unterwegs sein. Im Straßenverkehr sollte nämlich grundsätzlich die ungeschriebene Regel gelten: „Wer fährt, trinkt nicht - und wer trinkt, fährt nicht!“

Damit nach den tollen Tagen außer Konfetti nichts in den Schuhen bleibt, hier noch einige Tipps der Polizei:

- Denken Sie auch in der Faschingszeit an Ihren Führerschein.

- Hände weg von Alkohol, wenn Sie noch fahren müssen - von Drogen sowieso. Bereits ab 0,3 Promille Alkohol im Blut können Sie mit dem Gesetz in Konflikt kommen und Ihren Führerschein verlieren. Für Fahranfänger in der zweijährigen Probezeit und junge Fahrer unter 21 Jahren gilt sogar die Null-Promille-Grenze. Bei Drogen gibt es generell keinen Grenzwert.

Ab 0,3 Promille Alkohol im Blut steigt Ihr Unfallrisiko um das 1,2-fache, ab 0,8 Promille um das 4-fache und ab 1,1 Promille um das 10-fache. Nutzen Sie nach Möglichkeit Busse, die Bahn oder Taxen. Bilden Sie Fahrgemeinschaften und bestimmen Sie vorher, wer zurück fährt und nüchtern bleiben darf. Setzen Sie sich nicht zu betrunkenen oder bekifften Fahrerinnen oder Fahrern ins Auto. Das kann nämlich (lebens-)gefährlich sein.

Auch auf die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen während der närrischen Tage wollen die Beamten achten. Insbesondere wollen sie dem Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen begegnen und sich bei entsprechenden Faschingsveranstaltungen auch unters närrische Volk mischen: Narri - Narro.

Wer branntweinhaltige Getränke an Kinder oder Jugendliche abgibt, handelt unverantwortlich und begeht eine Ordnungswidrigkeit, im Einzelfall kann sogar eine Straftat vorliegen, warnt die Polizei. An Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren dürfen keinerlei alkoholische Getränke verkauft oder ausgeschenkt werden, an über 16-Jährige lediglich Bier, Wein und Sekt.

Erst an Erwachsene über 18 Jahren dürfen Spirituosen abgegeben werden. Dies gilt auch für Alcopops und sonstige branntweinhaltige Getränke, selbst wenn deren Alkoholgehalt niedrig ist. Denn minderjährige Alkoholleichen seien oft das traurige Resultat einer verantwortungslosen Erwachsenenwelt, die Jugendlichen in falsch verstandenem Entgegenkommen den Zugang zu Alkohol ermöglicht.

Unter Alkoholeinfluss nehmen auch Aggressionen, Sachbeschädigungen oder Körperverletzungen zu. Die Eindämmung des Alkoholmissbrauchs ist deshalb zugleich auch ein wichtiger Beitrag zur Gewaltprävention.

Und noch ein ganz wesentlicher Hinweis der Polizei an die Festveranstalter: Jugendliche unter 16 Jahren haben ohne Begleitung von Erziehungsberechtigten auf Faschingsbällen nichts zu suchen. Auch in dieser Hinsicht wird die Polizei während der närrischen Zeit präsent sein und bei festgestellten Verstößen konsequent einschreiten.

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17.01.2008, 12:00 Uhr
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