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Bei IT nur noch Mittelmaß
So genannte humanoide - also der menschlichen Gestalt nachgebildete - Roboter sind ein Thema der Cebit. Foto: dpa
Cebit: Deutschland will mit Cloud-Service und 5G-Datenfunk aufholen

Bei IT nur noch Mittelmaß

Bei der Cebit in Hannover steht der digitale Wandel im Mittelpunkt. In der deutschen Wirtschaft kann man erste Veränderungen erkennen. Doch auch die Zweifel an ihrer Wettbewerbsfähigkeit nehmen zu.

15.03.2016
  • SWP

Hannover. Die Digitalisierung löst erste Umwälzungen in der deutschen Wirtschaft aus. Vier von zehn Unternehmen brachten im Zuge des Wandels neue Produkte oder Dienste auf den Markt und 57 Prozent passten bestehende Angebote an, erklärte der Branchenverband Bitkom gestern auf der IT-Messe Cebit. Als Treiber für den Standort Deutschland werden die Datensicherheit bei Cloud-Diensten und der schnelle 5G-Datenfunk gesehen. Wegen des Fachkräfte-Mangels lagern zugleich immer mehr Unternehmen IT-Projekte aus.

"Die Digitalisierung der Wirtschaft nimmt Fahrt auf", sagte Bitkom-Präsident Thorsten Dirks in Hannover. Fast zwei Drittel der gut 500 befragten Unternehmen aller Branchen gaben an, dass sich als Folge der Digitalisierung ihr Geschäftsmodell verändert. "79 Prozent aller deutschen Unternehmen wollen noch in diesem Jahr einen hohen Digitalisierungsgrad erreichen", sagte Deutsche-Telekom-Chef Timotheus Höttges. Zur Digitalisierung gehören unter anderem die Vernetzung von Maschinen und Alltagsgegenständen, die Auswertung ihrer Daten und daraus entstehende neue Geschäftsmodelle.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) forderte von der Bundesregierung deutlichere Impulse für den Ausbau leistungsfähiger digitaler Netze. Es sei "Gefahr im Verzug", sagte BDI-Präsident Ulrich Grillo. "Unser Land ist von einer hochleistungsfähigen digitalen Infrastruktur weit entfernt." Der Standort Deutschland liege derzeit "abgeschlagen hinter führenden Industriestaaten lediglich im Mittelfeld". Man surfe in Deutschland gerade halb so schnell wie in Südkorea, betonte Vodafone-Deutschlandchef Hannes Ametsreiter.

Deutlich mehr Unternehmen lagern IT-Projekte aus, weil sie keine passenden Fachleute dafür finden. In einer Umfrage des Branchenverbandes VDI gaben in diesem Jahr gut 52 Prozent das Outsourcing als Lösung für das Problem an. In der Umfrage kam auch heraus, dass sich die Einschätzung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland deutlich verschlechterte. So schätzten sie noch 39,7 Prozent als "gut" ein - 2012 lag der Anteil bei fast 60 Prozent.

Die nächste Datenfunk-Generation 5G kann dies ändern. "Wir haben als Standort Deutschland in der Informations- und Kommunikations-Technologie weitgehend verloren", sagte Bruno Jacobfeuerborn, Technik-Chef der Deutschen Telekom. "Jetzt bietet sich die einmalige Chance, das mit 5G zu ändern." Der 5G-Datenfunk soll nicht nur drastisch schnellere Datenverbindungen bieten, sondern auch extrem kurze Reaktionszeiten. Derzeit testen Netzwerk-Ausrüster erste Anlagen. Um die Umsetzung des Formats gibt es im Hintergrund Gerangel zwischen Anbietern aus Europa, China und den USA.

Die Deutsche Telekom startete in Hannover ihren neuen Cloud-Service für Unternehmen und setzt dabei auf strikten deutschen Datenschutz als Verkaufsargument. Gerade der Mittelstand brauche Angebote aus deutschen Rechenzentren, sagte Höttges. Bei Cloud-Diensten werden Daten und Software direkt aus dem Netz bereitgestellt.

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15.03.2016, 08:30 Uhr
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