Corona

Befürchtetes Chaos bleibt aus

Die Lage an den Badeseen im Land ist trotz heißem Wetter entspannt. Im Notfall drohen Sperrungen.

03.08.2020

Von LSW

Am Samstag suchten viele Abkühlung, wie hier in Uttenweiler. Foto: Thomas Warnack/dpa

Stuttgart. Vor dem Temperatursturz am Sonntag haben Tausende am Wochenende erneut bei hochsommerlichen Temperaturen die Badeseen und Freibäder angesteuert. Das befürchtete Chaos blieb aber trotz Temperaturen von bis zu 37 Grad aus. An vielen Badestellen herrschte zwar Betrieb, allerdings hatten die Behörden in den vergangenen Tagen immer wieder vor einer Überfüllung gewarnt, Kontrollen verstärkt und einige Zugänge zu den Seen gesperrt.

Nach Einschätzung mehrerer Polizeisprecher könnte die unsichere Wetterlage den einen oder anderen davon abgehalten haben, einen Badesee aufzusuchen.

Am Samstag hatten der Wetterdienst für den Nachmittag und Abend vor starken Gewittern gewarnt, die einigen Menschen den Ausflug an den Badesee oder das Grillen im Garten kräftig verhagelt haben dürften. Am wärmsten war es am Samstag bundesweit mit 37,1 Grad in Bad Mergentheim-Neunkirchen (Main-Tauber-Kreis), wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Generell lagen die Temperaturen im Süden über 30 Grad.

Am Karlsruher Epplesee waren die Parkplätze am Samstag zwischenzeitlich zwar belegt, aber es drohten nach Polizeiangaben keine Sperrungen. Am Opfinger See bei Freiburg hatten Badende ebenfalls ausreichend Platz, um das Sonnenbad zu genießen. Das größte Problem der DLRG am dortigen Badestrand: Wespenstiche. Auch am Baggersee in Kirchentellinsfurt bei Tübingen meldete die Polizei keine Zwischenfälle. Bürgermeister Bernd Haug hatte dort im Vorfeld mit der Sperrung des Sees gedroht, falls zu viele Besucher gezählt werden sollten.

Sozialminister Manne Lucha (Grüne) hält eine solche Schließung in Notfällen auch für sinnvoll. Es sei zwar nicht möglich, Zugänge generell zu kontrollieren, weil Badeseen öffentlicher Raum seien, sagte er. Dennoch müssten die Corona-Abstandsregeln eingehalten werden. „Die Pandemie schlummert nur“, warnte er. Daher sei es auch nachvollziehbar, wenn örtliche Behörden Badestellen komplett schließen würden, sollten sich zu viele Menschen dort aufhalten. dpa

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Erstellt:
3. August 2020, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
3. August 2020, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 3. August 2020, 06:00 Uhr

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