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Kommentar

Befristungen belasten

Schwangere Mitarbeiterinnen entlassen ist rechtens? Das Urteil des EuGH klingt auf den ersten Blick wie ein Skandal. Schließlich sind werdende Mütter in Europa und natürlich auch in Deutschland besonders geschützt. Es lohnt sich allerdings ein genauerer Blick auf die derzeit geltenden Bedingungen.

23.02.2018

Von CAROLINE STRANG

Ulm. Denn zumindest im deutschen Recht ist es auch jetzt schon erlaubt, Schwangere zu entlassen – allerdings nur in Ausnahmefällen wie einer Schließung des Betriebs. Zustimmen muss die jeweils zuständige oberste Landesbehörde in jedem Einzelfall. Die Hürden für Kündigungen sind also zurecht sehr hoch. Sonst wäre die Verlockung für manche Arbeitgeber groß, Kosten wie den Gehaltsanteil in der Mutterschutzzeit und Umstände wie Vertretungen in der Elternzeit, Ausfälle durch kranke Kinder zu vermeiden.

Drohende Kündigungen sind so für die wenigsten werdenden Mütter ein Problem, daran ändert das EuGH-Urteil nichts. Weitaus gewichtiger ist die Last durch befristete Verträge. Denn die laufen in Schwangerschaft und Elternzeit einfach aus. Das hindert viele junge Frauen schon grundsätzlich daran, eine Familie zu gründen. Und erschwert ihr Leben, wenn sie es doch tun. Im Koalitionsvertrag ist vorgesehen, neue, strengere Regeln für Befristungen einzuführen. Das könnte helfen.

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Erstellt:
23. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
23. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 23. Februar 2018, 06:00 Uhr

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