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Stuttgart

Bedrohungsschreiben gegen NSU-Ausschuss und Chef Drexler

Gegen den NSU-Untersuchungsausschuss des Landtags und dessen Chef Wolfgang Drexler (SPD) ist ein Bedrohungsschreiben eingegangen.

19.02.2018
  • dpa/lsw

Stuttgart. Zudem habe es einen Sicherheitsvorfall im Zusammenhang mit einem Zeugen gegeben, der für diesen Montag geladen gewesen sei, sagte Drexler am Montag in Stuttgart. Daher habe es am Morgen Einlasskontrollen der Polizei am Landtag gegeben. Der Zeuge habe sich mittlerweile krank gemeldet und werde voraussichtlich am 5. März befragt, sagte Drexler. Dabei handelt es sich um den früheren Anführer der Neonaziszene in Rudolstadt.

Unterdessen begann am Montagnachmittag die Befragung des Neonazis Tino Brandt im Ausschuss. Brandt hatte in den 90er Jahren die Neonazi-Kameradschaft «Thüringer Heimatschutz» aufgebaut, in der sich auch das NSU-Trio Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe bewegte. Das Landtagsgremium will ihn zu seinen Verbindungen zur rechtsextremen Terrorzelle NSU befragen. Brandt sitzt wegen Kindesmissbrauchs in Haft und wurde in Fußfesseln vorgeführt.

Drexler erklärte mit Blick auf die Zeugen und das Drohschreiben: «Offensichtlich gibt es Menschen, denen es nicht passt, dass wir jetzt diese Kaliber vorladen.» Das Schreiben sei vermutlich in der vergangenen Woche beim Landtag eingegangen und über das Wochenende an sein Büro in Esslingen geschickt worden, wo es am Montag geöffnet worden sei. Zum konkreten Inhalt sagte Drexler mit Rücksicht auf die noch laufenden Ermittlungen nichts. Die Ausschussarbeit werde nicht beeinträchtigt, beteuerte er.

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19.02.2018, 13:33 Uhr | geändert: 19.02.2018, 13:30 Uhr
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