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München

Bayern will Grenzen selbst kontrollieren

28.12.2015
  • DPA

München. Bayern fordert eine verbesserte Kontrolle der Grenze zum Nachbarland Österreich - und würde diese am liebsten selbst in die Hand nehmen. Der Bund habe aber ein solches Angebot abgelehnt, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) der "Welt am Sonntag". "Dafür habe ich kein Verständnis." Die Bundespolizei könne einige Grenzübergänge mangels Personals nicht kontrollieren.

Außerdem müssten die EU-Außengrenzen - dem Schengen-Abkommen entsprechend - endlich wieder ausreichend gesichert werden. "Das muss jetzt endlich passieren", sagte Herrmann.

Herrmann betonte, Ziel müsse eine hundertprozentige Kontrolle der Personen sein, die in den Schengen-Raum einreisen. Angesichts der organisierten Kriminalität und der Bedrohung durch den internationalen Terrorismus sei das Sicherheitsrisiko immens. "Dass wir selbst fünf Wochen nach Paris trotz der eklatanten Gefahr keine verlässlichen Kontrollen durchführen, ist ein Armutszeugnis." Herrmann sagte, dass der Zustrom der Flüchtlinge im neuen Jahr sinken müsse: "Es kommen noch immer bis zu 4000 Flüchtlinge pro Tag über die bayerische Grenze. Wir müssen erreichen, dass der Zustrom auf durchschnittlich 1000 Flüchtlinge pro Tag reduziert wird."

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28.12.2015, 08:30 Uhr
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