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Landesbibliothek

Baustelle bleibt vorerst Baustelle

Der Neubau in der Innenstadt verzögert sich erneut. Das Land macht dafür die Baufirmen verantwortlich.

03.02.2020

Von CHRISTIAN KERN

Der Neubau der Landesbibliothek. Foto: Ferdinando Iannone

Stuttgart. Das Warten geht weiter. So viel steht beim Umbau der württembergischen Landesbibliothek fest. Viel mehr aber nicht. Die Baustelle im Herzen der Stadt entwickelt sich zum nächsten Problem-Projekt in Stuttgart. Nun gibt es wieder einen Rückschlag: Die Ausstellung, die den 250. Geburtstag des Dichters Friedrich Hölderlin feiert, muss im Bestandsgebäude stattfinden. Dabei sollte die prestigeträchtige Exposition den neuen Erweiterungsbau einweihen.

Stattdessen meldet der Bauherr, das Amt für Vermögen und Bau, dass sich die Fertigstellung verzögert. Mal wieder. „Das Amt strebt eine Bauübergabe im Juli 2020 an“, schreibt die Landesbehörde. Aber: Der Neubau wird zu diesem Zeitpunkt nur eingeschränkt nutzbar sein. Dabei klang in der Theorie alles so verlockend: Mit einem Neubau sollte die in die Jahre gekommene Bibliothek modernisiert, zusätzliche Lagerflächen sollten geschaffen werden. Geplante Eröffnung: Anfang 2018.

Doch das Millionen-Projekt verlief nicht wie geplant: Die neue Tiefgarage lag unterhalb des Grundwasserspiegels, die Bauherren mussten sich beim Abpumpen unter anderem mit den Verantwortlichen von Stuttgart 21 absprechen. Die Baufirmen gerieten wegen der hohen Nachfrage in Verzug, konnten Aufträge nicht rechtzeitig abarbeiten. „Das Auftragsvolumen übersteigt derzeit die Kapazitäten aller am Bau beteiligten. So erklären sich Terminverzögerungen und Kostensteigerungen“, schreibt das Amt. Und es gibt schon den nächsten Problemherd: das Magazin unter dem neuen Vorplatz. In dem 12 000 Quadratmeter großen Raum wurden Schäden an der Wärmeabdichtung festgestellt. Heißt: Der Neubau ist im Sommer erstmal nur über die Cafeteria zugänglich.

Danach ist auch kein Ende des Umbaus in Sicht. Bei der Bibliothek gilt: Nach dem Neubau ist vor der Sanierung. Im denkmalgeschützten Altbau wurde unter anderem Asbest festgestellt. Jetzt soll er für knapp 80 Millionen Euro erneuert werden. Voraussichtlich „Mitte der 2020-Jahre“ soll das Vorhaben abgeschlossen sein, teilt die Behörde mit. Erst dann hat das Warten wirklich ein Ende. Christian Kern

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Erstellt:
3. Februar 2020, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
3. Februar 2020, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 3. Februar 2020, 06:00 Uhr

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