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Große Zustimmung für KA84

Bauausschuss befürwortet das Business-Park-Projekt beim ehemaligen Fernmeldeamt

Die Pläne von Investor Jochen Welsch für einen Business-Park auf dem Areal des ehemaligen Fernmeldeamts sind auf große Zustimmung im Bauausschuss des Reutlinger Gemeinderats gestoßen.

20.10.2015
  • Thomas de Marco

Reutlingen. Wie das TAGBLATT berichtete, hat Jochen Welsch im Januar die Kapitalgesellschaft „KA84 GmbH & Co. KG“ gegründet und im März das Areal des ehemaligen Fernmeldeamtes mit vier Hauptgebäuden sowie Parkhaus von der Telekom erworben. Auf dem Gelände am Ortsausgang Richtung Metzingen stehen derzeit rund 30 000 Quadratmeter Büro und Nutzflächen zur Verfügung.

Die Gesellschaft will das gesamte Anwesen für gewerbliche Mieter als KA84 neu entwickeln. Vorgesehen sind Großraumbüros, Tagungsräume, Büros, Kanzleien oder Praxisräume sowie Flächen für Gastronomie, Fitness oder Wellness. Zunächst will der Investor das Hochhaus kernsanieren. „Ich hoffe, dass ich bis Ende des Jahres damit beginnen kann“, erklärt der gelernte Heizungsmonteur. Geplant ist, diesen Tower zunächst komplett herzurichten und dann voll zu vermieten. Welsch geht davon aus, dass er für die Modernisierungsarbeiten eine Summe von „10 Millionen Euro plus X“ in das Projekt investieren muss.

„Wir freuen uns sehr, dass dort hochwertige Arbeitsplätze geplant sind“, sagt Baubürgermeisterin Ulrike Hotz zu dem Projekt. „Wir wollen das unterstützen.“ Deshalb sei in der Vorberatung am Donnerstag im Ausschuss auch ein einstimmiger Empfehlungsbeschluss für die Gemeinderatssitzung am 29. Oktober gefasst worden. Dann soll die Änderung des Bebauungsplans vom „Sondergebiet Post“ zu einem eingeschränkten Gewerbegebiet dem Rat zur Abstimmung vorgelegt werden.

„Das hört sich sehr spannend an, Reutlingen kann so einen Business-Park gut gebrauchen“, erklärt Andreas vom Scheidt (CDU). Der Investor habe im Bauausschuss am vergangenen Donnerstag eine gute Vorstellung abgegeben. Vor allem habe Welsch mit seinem Gewerbepark Achalm bereits den Nachweis erbracht, dass er solche Projekte stemmen kann. „Dort ist der Zulauf sehr gut“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende.

Wenn Welsch seine Pläne auch beim Fernmeldeamt umsetzen könnte, wäre das eine richtig gute Sache, sagt auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Helmut Treutlein zu KA84. „Der Investor sprach von etwa 400 Arbeitsplätzen auf diesem Gelände. Ich hoffe, dass das gelingt.“ Komisch sei allerdings, dass es immer wieder geheißen habe, das Hochhaus sei Asbest-verseucht. „Laut Welsch ist dem aber nicht so“, wundert sich Treutlein.

Reutlingen brauche Gewerbeflächen, „deshalb ist das ein gutes Projekt“, sagt Holger Bergmann (Grüne). Die so genannte Deckblattänderung, die Umwandlung vom „Sondergebiet Post“ in ein eingeschränktes Gewerbegebiet, sei kein Problem.

„Wenn das funktioniert, dann ist das eine runde Sache. Aus meiner Sicht hat Welsch ein sehr überzeugendes Konzept vorgelegt“, erklärt Erich Fritz (FWV). „Das Projekt ist klasse. Wir müssen doch gottfroh, dass sich da draußen etwas tut und auf dieser Brache eine Entwicklung ansteht“, betont Jürgen Straub (WiR). Auch er ist allerdings verwundert, dass die angebliche Asbest-Problematik mittlerweile kein Thema mehr sei.

Bauausschuss befürwortet das Business-Park-Projekt beim ehemaligen Fernmeldeamt
Arbeitsplätze in Büros, Praxen oder Kanzleien statt Leerstand: So stellt sich Investor Jochen Welsch die Zukunft des Fernmeldeamts vor.Archivbild: Haas

Derzeit prüft das Landratsamt Reutlingen, ob in einer Notmaßnahme bis Sommer in einem der Gebäude auf dem Areal des früheren Fernmeldeamts Flüchtlinge untergebracht werden können. „Wir sind am Freitag in einer absoluten Notmaßnahme auf Investor Jochen Welsch zugegangen und haben vorgefühlt, bevor wir eine weitere Sporthalle freimachen müssen“, sagte Ordnungsdezernent Claudius Müller gestern dem TAGBLATT. Welsch habe für diese befristete Unterbringung grünes Licht gegeben. „Das war unsere letzte Auffanglinie“, erklärt Müller. Derzeit bekommt der Kreis pro Woche 138 Flüchtlinge aus Karlsruhe zugewiesen. Der Ordnungsdezernent geht von 150 bis 200 Unterkunftsplätzen im gelben Gebäude neben dem Hochhaus des früheren Fernmeldeamts aus (siehe Bild oben). „Derzeit wird aber alles erst noch untersucht“, betont Müller. „Wir haben auch die Details noch nicht ausverhandelt.“ Im ersten Obergeschoss des Gebäudes gebe es Raumstrukturen durch frühere Büros für normale Unterkünfte. Im Erdgeschoss mit seinen großen Räumen kann sich Müller ein Zentrum vorstellen, von dem aus Flüchtlinge in die dezentrale Unterbringung verteilt werden. Bis Anfang November soll alles geklärt sein.

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20.10.2015, 12:00 Uhr
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