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Batteriezellen in Deutschland: China investiert strategisch
Gute Stimmung trotz kleiner Meinungsverschiedenheiten: Chinas Ministerpräsident Li Keqiang mit Kanzlerin Angela Merkel vor dem Kanzleramt in Berlin. Foto: Foto:
Autoindustrie

Batteriezellen in Deutschland: China investiert strategisch

Der Investor CATL will das wichtige Bauteil in Thüringen fertigen. BMW unterzeichnet einen Vertrag, Daimler ist in Gesprächen.

10.07.2018
  • Thomas Veitinger (mit afp)

Berlin. In Thüringen wird eine der größten Batteriezellen-Fabriken für Elektroautos in Europa gebaut. Der Vertrag für das Großprojekt des chinesischen Herstellers CATL wurde am Rande der deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen in Berlin unterzeichnet. Der Münchner Autohersteller BMW hat einen Auftrag über vier Milliarden Euro zur Lieferung von Batteriezellen an den chinesischen Hersteller CATL vergeben. Davon sollten Batteriezellen im Wert von 1,5 Milliarden Euro aus der in Erfurt geplanten neuen Batteriezellenfabrik kommen, sagte BMW-Einkaufsvorstand Markus Duesmann.

Baden-Württembergs Landesregierung lobte die Pläne. Zugleich sieht sich Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut darin bestätigt, im Land eigene Projekte zur Batteriezellfertigung zu fördern. „Die CATL-Pläne bestätigen den dringenden Handlungsbedarf, eine Zellfertigung im großen Stil in Deutschland zu etablieren. Wir liegen daher mit unserer Strategie, in die Forschung zur Zellproduktion zu investieren, genau richtig“, sagte die CDU-Politikerin.

Wegen der wachsenden Zahl von Elektroautos in Europa steigt in den nächsten Jahren die Nachfrage nach Batterien rasant. VW, Daimler und BMW kaufen Zellen in Asien und bauen diese dann selbst zu Akkus zusammen.

Bei den Konsultationen bekannten sich Deutschland und China demonstrativ zum Freihandel und warnten vor Protektionismus. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte bei einem Treffen mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang, Deutschland sei „interessiert an einem multilateralen Handelssystem mit fairen und freien Zugängen“. Kritik gibt es aber auch an der chinesischen Handelspolitik. Kritiker werfen Peking vor, ausländischen Investoren den Zugang zum heimischen Markt zu erschweren. Ministerpräsident Li versprach, dass China seine Wirtschaft weiter öffnen werde.

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10.07.2018, 06:00 Uhr
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