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Cyperangriffe

Barbie-Puppe ist nicht ganz dicht

Das Geschäft mit vernetzten Spielsachen steht erst am Anfang. Aber schon jetzt droht ein Vertrauensverlust: Die neue Barbie ist bei Angriffen nicht dicht.

09.12.2015
  • DPA/AFP

San Francisco. Die neue Barbie-Puppe kann zuhören und dank einer Internetverbindung auch antworten - und ist deshalb in den Augen von Verbraucher- und Datenschützern kein geeigneter Gesprächspartner fürs Kind. "Kinder vertrauen sich ihren Puppen an und erzählen ihnen persönliche Dinge. Aber ,Hello Barbie wird diese Geheimnisse nicht für sich behalten", erklärte die US-Verbraucherschutzorganisation "Kampagne für eine werbefreie Kindheit".

In der neuen Barbie-Puppe mit Web-Anschluss haben Experten Sicherheitslücken entdeckt, die Hackern einen weitreichenden Datenzugang erlaubt hätten. Einige Schwachstellen seien bereits geschlossen, teilte die Firma ToyTalk, die sich für den Hersteller Mattel um die vernetzten Funktionen kümmert, der "Washington Post" mit.

Die vernetzte "Hello Barbie" ist seit kurzem in den USA für 75 Dollar (71 Euro) erhältlich. Die High-Tech-Version ist mit Mikrofon und Lautsprecher ausgestattet und kann sich mit Kindern unterhalten. Was sie sagen, wird per WLAN oder Bluetooth zur Spracherkennung an Server der Firma geschickt und ausgewertet, damit die Puppe mit passenden Sätzen antworten kann.

Die IT-Sicherheitsfirma Bluebox hat mehrere Lücken in der dazugehörigen App sowohl für iPhones als auch für Telefone mit dem Android-System entdeckt. Unter anderem sei die Verbindung zwischen App und Puppe stets mit demselben Passwort gesichert worden. Wenn jemand es erfahre, könnte er Apps schreiben, die als vertrauenswürdig eingestuft würden und sich mit der Barbie verbinden könnten.

Außerdem sei sie anfällig für die bereits seit vergangenem Jahr bekannte "POODLE"-Sicherheitslücke gewesen, mit der auf eine schwächere und dadurch knackbare Verschlüsselung umgeschaltet werden kann. Zudem verband sich die App bei der ersten Einrichtung der Puppen-Software mit jedem ungesicherten Wifi-Netzwerk, welches das Wort "Barbie" im Namen hatte.

"Hello Barbie" könne auch ein verlockendes Ziel für Hacker sein, die sich mit Hilfe der Puppe Zugang zu anderen Daten und Netzwerken in einem Haushalt verschaffen könnten, warnt "Kampagne".

Sicherheit von vernetztem Spielzeug ist aktuell ein heißes Thema. Eben erst wurde eine Hacker-Attacke auf den Lernspielzeug-Anbieter VTech bekannt, mit der sich die Angreifer Zugang zu über sechs Millionen Kinder-Profilen verschaffen konnten. Vom VTech-Hack waren in Deutschland über 500 000 Kinder-Profile betroffen, plus 400 000 dazugehörige Accounts von Eltern.

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09.12.2015, 08:30 Uhr
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