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München

Bande versorgte NSU mit Waffen

Kriminelle Banden sollen die rechtsextreme Szene in Jena in den 1990er Jahren nach Aussagen eines Zeugen im NSU-Prozess mit Waffen versorgt haben.

17.02.2016

Von DPA

München. Ein ehemaliges Bandenmitglied sagte, seine Gruppe habe Rechtsradikale bewaffnet, weil man sich von ihnen Unterstützung gegen konkurrierende ausländische Verbrechergruppen versprochen habe. Der Zeuge sagte vor dem Oberlandesgericht (OLG) München, seine Bande habe nie Probleme gehabt, Waffen zu besorgen. Sie stammten demnach von abziehenden russischen Soldaten nach dem Ende der DDR, von einer Mafia-Gruppe und von Waffenhändlern in der Schweiz, deren Namen er nicht nennen wollte.

Auf die Frage, ob er die Hauptangeklagte Beate Zschäpe oder einen der vier mitangeklagten mutmaßlichen Terrorhelfer kenne, deutete er auf André E. und Ralf Wohlleben. Zschäpe kenne er dagegen nicht. Anführer der Bande seien Zwillinge aus Jena gewesen. Die Frage des Gerichts, ob diese die mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt gekannt hätten, wollte der Zeuge nicht beantworten, weil er sich bedroht fühle. „Ich habe ein Kind“, sagte er und forderte für die weitere Vernehmung einen Anwalt - dieser wurde ihm zugesagt.

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Erstellt:
17. Februar 2016, 08:30 Uhr
Aktualisiert:
17. Februar 2016, 08:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 17. Februar 2016, 08:30 Uhr

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