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Verkehr

Bahn investiert eine halbe Milliarde im Südwesten

Bundesweit gibt es so viele Baustellen wie noch nie. Die Modernisierung der Strecken macht zunächst Verbindungen langsamer.

16.02.2018

Von DOROTHEE TOREBKO

Berlin. Schneller ans Ziel kommen, weniger warten: Mit diesen Versprechen startete Deutsche-Bahn-Chef Richard Lutz ins neue Geschäftsjahr. Wie schwer das jedoch umzusetzen ist, wurde am Donnerstag klar. Die Bahn plant mit deutschlandweit 800 Baustellen, so viele wie noch nie. Die werden für Verspätungen sorgen. Auch die Investitionssumme ist rekordverdächtig. 9,3 Milliarden Euro steckt der Konzern in neue Schienen, Züge und Stellwerke, davon allein 570 Millionen Euro im Südwesten.

„Damit sorgen wir für stabileren Verkehr, bessere Qualität und mehr Verlässlichkeit im deutschen Schienennetz“, sagte Infrastruktur-Vorstand Ronald Pofalla.

Zu den Großbaustellen gehören die IC-Strecke von Stuttgart über Pforzheim nach Karlsruhe, wo es von Mai bis Oktober eine Umleitung gibt, sowie die IC-Strecke von Heidelberg nach Karlsruhe und von Heidelberg nach Stuttgart. Dort verlängert sich die Reisezeit zehn Wochen lang ab September um mindestens 15 Minuten und es kommt zu Ausfällen von Haltestellen. Deutschlandweit müssen Kunden in diesem Jahr damit rechnen, zehn bis dreißig Minuten später am Ziel zu sein, als im Fahrplan angegeben.

Der Spatenstich für das größte Projekt der Region ist im März. Dann wird die 168 Jahre alte Südbahn, die Strecke von Ulm nach Friedrichshafen, elektrifiziert. Statt mit 140 Stundenkilometern werden die Züge künftig mit einer Geschwindigkeit von 160 Kilometern pro Stunde fahren. Das soll den Kunden 10 Minuten einsparen. Bis es soweit ist, müssen Oberleitungen angebracht, Brücken abgerissen und Trassen stabilisiert werden. Erster Bauabschnitt ist die Strecke zwischen Ulm und Laupheim-West, die im Herbst komplett gesperrt wird. Das Projekt ist mit 222 Millionen Euro veranschlagt.

Die Bahn verspricht, die Verspätungen und Ausfälle für die Passagiere möglichst gering zu halten. Ein Lagezentrum Bau verringerte die durch Baustellen verursachten Verspätungen 2017 gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent.

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Erstellt:
16. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
16. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 16. Februar 2018, 06:00 Uhr

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