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Südwestumschau

Bahn attackiert Grüne wegen Filderbahnhof

Sollte Stuttgart 21 ohne den Flughafenbahnhof gebaut werden, geht das auf das Konto der Grünen. Dies sagte S-21- Sprecher Wolfgang Dietrich.

27.03.2013

Von LSW

Stuttgart Im Streit um den Flughafenbahnhof innerhalb des Projekts Stuttgart 21 macht die Bahn den Grünen heftige Vorwürfe. Projektsprecher Wolfgang Dietrich sagte am Dienstag in Stuttgart, der grüne Teil der Landesregierung wolle zwar über die Variante für die Trasse reden, nicht aber über eine Beteiligung an den dafür veranschlagten Mehrkosten. Damit verweigerten sich die Grünen einer sachlichen Diskussion und bestätigten die Entscheidung der Bahn, weiterhin an der ursprünglichen Trasse festzuhalten.

Die grün-rote Landesregierung hatte zwar offiziell erklärt, über das Thema Filderbahnhof reden zu wollen. Die Grünen sind aber bislang strikt dagegen, mehr als die für Stuttgart 21 zugesagten 930 Millionen Euro für den Tiefbahnhof und die Anbindung an die Schnellbahnstrecke nach Ulm zu zahlen. Jedoch hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sich offen für eine Mehrkostenübernahme in geringer Höhe gezeigt. Die SPD hat sich schon früh dafür ausgesprochen, dass das Land hier Mehrkosten mitträgt. Die Bahn beziffert die Zusatzkosten für die bessere Variante für den Flughafenbahnhof auf 224 Millionen Euro.

Dietrich sagte, die Grünen versuchten mit Vorwürfen gegen die Bahn die Widersprüchlichkeiten der unterschiedlichen Positionen innerhalb der grün-roten Landesregierung, aber auch innerhalb der grünen Partei zu überspielen. Er kritisierte insbesondere Aussagen aus dem Staatsministerium, mit denen die Genehmigungsfähigkeit der ursprünglichen Trasse in Zweifel gezogen wurde.

Dietrich warf den Grünen vor, damit das gesetzlich vorgegebene Planfeststellungsverfahren öffentlich in ihrem Sinne beeinflussen zu wollen. Das letzte Wort über die Genehmigung der Trasse hat das Eisenbahn-Bundesamt, das einen Planfeststellungsbeschluss fällt.

Stuttgart-21- Sprecher Wolfgang Dietrich: "Die Grünen verweigern sich einer sachlichen Diskussion." Foto: dpa

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Erstellt:
27. März 2013, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
27. März 2013, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 27. März 2013, 12:00 Uhr

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