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Land am Rand

Bahn-Dialektik in drei Minuten

Philosophisch gesehen ist die Bahn ein Körper, in dem Gegensätzliches sich entfalten kann – Ankunft, Abfahrt, dazwischen das pralle Leben. Zweigleisig Fahren ist für Bahner kein Unwort: Es gibt eine dem Eisenbahnverkehr innewohnende Dialektik.

17.04.2018
  • FABIAN ZIEHE

Ulm/Neu-Ulm. Um das zu verstehen, reichen drei Minuten Grenzerfahrung. Steigen Sie ein, überschreiten Sie die Grenze – nach Bayern. Keine Angst: Neu-Ulm ist dialektisch schwäbisch.

Auf dem Weg zum RB 57479 auf Gleis 5b am Ulmer Bahnhof lesen Sie zunächst das Plakat einer Baufirma: „Bauen heißt Wege ebnen.“ Lassen Sie die Worte wirken. Kombinieren Sie die Erkenntnis mit dem realen Bauprojekt, das die Firma derzeit am Bahnhof vorantreibt: eine Treppe. Stufen bauen, um Wege zu ebnen... verrückt!

Weiter geht es. Im Zug lesen Sie auf dem nächsten Plakat: „Jetzt rollen wir im Allgäu die Oberleitung aus.“ Aha! Es geht um die Elektrifizierung der Südbahn. Wie knuffig da der Comic-Maulwurf der Bahn in der Illustration eine Rolle Oberleitungsdraht ausrollt! Doch ist da auf der Rolle geschrieben: „Lange Leitung“. Was zum Teufel...?

Grübelnd erreichen wir nach sehr kurzer Fahrt den Bahnhof Neu-Ulm. Und was lesen wir dort auf diesem Schild im Lift? „Bitte helfen sie, dass dieser Aufzug immer funktioniert“. Darunter folgt sodann: „Bei Störungen informieren Sie die 3-S-Zentrale München.“ Die Störung des Immer-Funktionierenden melden? Der Dialektiker flippt angesichts dieser Finesse mit Sicherheit aus. Der große Rest versteht da nur noch: Bahnhof. Fabian Ziehe

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17.04.2018, 06:00 Uhr
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