Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Chabarowsk

Bärenplage in der Großstadt

Der Bär im Einkaufszentrum stellt sich auf die Hinterbeine, öffnet die erste, dann die zweite Glastür, springt auf die Straße. Ein Autofahrer draußen filmt mit, "Andrei, fahr weg, fahr weg!", schreit seine Beifahrerin in Panik.

15.10.2015
  • STEFAN SCHOLL

Was sich anhört wie ein mittelmäßiger Kinofilm, wurde in der russischen Großstadt Chabarowsk Dienstagnacht Wirklichkeit. Ein ausgewachsener Braunbär hatte nach Angaben des TV-Senders Perwy Kanal den Fluss Amur durchschwommen und schlenderte zunächst über die Uferpromenade im Bezirks Industrialny. Als Polizeiwagen auftauchten, flüchtete er stadteinwärts, drang in das Einkaufszentrum "Sonnenblume" ein, versetzte die wenigen Verkäufer und Kunden in Schrecken, rammte mehrere Schaufenster, verletzte sich und floh auf blutigen Tatzen weiter. In einem Wohnviertel sprengte er das Fahrradschloss am Tor eines Gartengartens, wurde auf dem Kindergartengelände von der Polizei eingesperrt.

Die 600 000-Einwohnerstadt Chaborowsk im russischen Fernosten leidet unter einer regelrechten Bärenplage. Der Fernsehsender NTW zählt seit Juni 31 Fälle, in denen die Raubtiere in Gebäude eindrangen oder Menschen angriffen. Ein Mensch kam ums Leben. Es soll sich meist um Himalaya-Bären handeln, die eng mit den Braunbären verwandt sind.

Der Bär, der auf dem Kindergartengelände gestellt wurde, hatte Pech: Aus Sorge um die Sicherheit der Schaulustigen, die sich am zwei Meter hohen Gitterzaun versammelten, beschloss die Polizei, das Tier zu erschießen. Ein Scharfschütze benötigte 20 Minuten und acht Schüsse, um den herumlaufenden Bär zu töten.

Im Netz streitet jetzt das Publikum, ob man den Bären nicht hätte retten können. "Das arme Tier", postet Swetlana aus Chaborowsk. "Konnte man es nicht betäuben und wieder in den Wald schaffen?"

Sergei Paschetnow, Twerer Bärenexperte, gibt zu bedenken, dass Bären in Städten häufig von Menschen angefüttert oder gar aufgezogen worden seien. "Sie haben keine Scheu mehr vor Menschen und müssen erschossen werden.

Bärenplage in der Großstadt
Foto: © Farinoza - fotolia.com

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

15.10.2015, 12:00 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.
Nachrichten via Messenger
Die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region liefern wir Ihnen auch per WhatsApp & Co. aufs Smartphone. Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp bitte mit einem entsprechenden Mobilgerät.
Heute meistgelesenNeueste Artikel

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Sozialwohnungen Offensive mit einem Haken
Angelika Bachmann über eine Erkenntnis 30 Jahre nach dem Abitur Sechs Algorithmen in einem karierten Schulheft
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular