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Badminton: Der Tübinger David Kramer pendelt zwischen Solingen und zweiter Liga in Schorndorf
Will sich in der zweiten Liga etablieren: der Tübinger David Kramer von der SG Schorndorf. Archivbild: Hartbrich
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Badminton: Der Tübinger David Kramer pendelt zwischen Solingen und zweiter Liga in Schorndorf

Der 22-jährige Tübinger David Kramer ist nach seinem Wechsel zur SG Schorndorf in der Zweiten Bundesliga des Deutschen Badminton-Verbands aktiv und befindet sich an der Schwelle zum Profisport. Dafür nimmt er sogar 400 Kilometer Anfahrtsweg für die Heimspiele in Kauf.

01.12.2015
  • David Scheu

Tübingen. Fast genau ein Jahr ist es nun her. Da wechselte David Kramer zur Rückrunde der Saison 2014/15 von der SG Metzingen/Tübingen zum Regionalliga-Klassenkonkurrenten SG Schorndorf. Während der Saison, innerhalb der gleichen Liga – schon eine brisante Konstellation. Das habe aber kein böses Blut gegeben. „Alle haben den Wechsel verstanden, er war rein sportlich bedingt“, sagt der baden-württembergische Einzelmeister von 2014.

Er wollte hoch in die Zweite Liga, Schorndorf auch. Bei der SG Metzingen/Tübingen hingegen will man sich mit der zweithöchsten deutschen Spielklasse nicht übernehmen. Zwei Mal schon, 2008 und 2011 verzichtete der Verein aus den gleichen Gründen auf den Aufstieg in die Regionalliga. Für Kramer, bis dahin Mitglied der TSG Tübingen, hingegen zahlte sich der Wechsel voll aus: Schorndorf packte in der Rückrunde den Aufstieg in die Zweite Bundesliga Süd – unter kräftiger Mithilfe von Neuzugang Kramer, der alle seine Einzel gewinnen konnte.

Im neuen Team fühlte sich Kramer von Beginn an pudelwohl: „Die meisten Spieler habe ich schon vorher gekannt, die kommen fast alle aus der Region.“ Das habe die Eingewöhnung erleichtert. „Der Benjamin hat die Truppe echt gut zusammen gestellt“, lobt Kramer seinen Teamchef Benjamin Wahl. Von einer eingekauften Legionärstruppe könne keine Rede sein. Einzige Ausnahme: Spitzenspieler Rhys Walker fliegt jedes Wochenende für die Spiele eigens aus England ein.

Klingt nach einem unverhältnismäßig großen Aufwand. Auch Kramer legt eine Menge Kilometer zurück: In Köln studiert er Sportmanagement und Kommunikation, trainiert wird unter der Woche beim benachbarten STC Solingen. Am Wochenende geht’s dann über 400 Kilometer gen Süden zu den Heimspielen nach Baden-Württemberg: freitags mit dem Zug nach Schorndorf, sonntags mit der letzten Bahn zurück ins Bergische Land, dazwischen am Samstag Zweite Bundesliga.

Hartes Training, aber noch nicht am Limit

Schon ein enormer Aufwand, für Kramer aber keine Belastung: „Ehrlich gesagt freue ich mich immer total auf die Wochenenden. Einerseits, weil ich Badminton spielen darf. Andererseits, weil ich das mit einem Heimatbesuch verbinden kann.“ Denn nach den Spielen geht’s am Samstagabend meist noch 70 Kilometer weiter nach Tübingen, um Familie und Freunde zu besuchen.

Im Zentrum steht an den Wochenenden aber natürlich eindeutig der Sport. Am Limit sieht sich Kramer mit seinem aktuellen Leistungsstand noch nicht. Als nächstes Etappenziel will er sich in der zweiten Liga als Topspieler etablieren und konstant Spiele gewinnen. Die guten Trainingsbedingungen in Solingen sollen ihm dabei helfen, die letzten Prozent rauszuholen. Hauptunterschied zwischen den Ligen sei das höhere Tempo – und das wird im Trainingsalltag auf ganz unterschiedliche Weise geschult: durch gute Trainingspartner aus der Zweiten Bundesliga Nord, Ballmaschinen oder Zwei-gegen-Eins-Matches.

Die Arbeit trägt bereits erste Früchte: Ende Oktober holte Kramer seinen ersten Einzelsieg in der neuen Klasse, nachdem er zuvor vier Mal gegen teils starke Gegner jeweils knapp unterlag. Auch sein Team ist in der neuen Liga angekommen: Mit zwei Siegen und fünf Niederlagen befindet sich Aufsteiger Schorndorf im Kampf um den Klassenerhalt einigermaßen im Soll. Ob die Bundesliga ein Ziel ist? „Höchstens ein Fernziel“, sagt Kramer. „Im Moment haben wir alle Hände voll zu tun, uns in der neuen Liga zu etablieren.“

Den Kontakt nach Tübingen gehalten

David Kramers Kontakte zu den ehemaligen Mitspielern der SG Metzingen/Tübingen sind auch nach seinem Wechsel nicht abgerissen. Wenn möglich, schaut er sogar bei den Matches seiner früheren Mannschaft vorbei. „Meistens spielen wir leider zeitgleich, sodass das eher schwierig ist.“ Vor gut zwei Wochen, am 7. November, passte es aber: Kramer feuerte seine einstigen Kollegen beim Regionalliga-Heimspiel gegen Augsburg an. Natürlich auch, weil seine beiden Brüder Simon und Julian noch dort spielen. Aber auch zu den übrigen Teamkollegen hat Kramer noch regelmäßig Kontakt. „Ich verstehe mich eigentlich mit allen super. Wir halten uns per Handy gegenseitig auf dem Laufenden.“

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01.12.2015, 18:30 Uhr
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