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Kommentar Deutsche Bank

„Bad“ ist nicht immer böse

Faule Papiere aus der Bilanz auslagern – die Schlagzeile zu den Plänen der Deutschen Bank ist etwas plakativ, so wie es der Begriff „Bad Bank“, also böse oder schlechte Bank, auch ist.

18.06.2019

Von HELMUT SCHNEIDER

Aber „bad“ ist nicht immer böse. Denn ob die Werte, welche in eine eigene Einheit ausgelagert werden, „faul“ sind, ist unklar.

„Faule“ Papiere sind solche, die sich, zumindest kurzfristig, nicht mehr verkaufen lassen, weil sie niemand will. Im Zuge der Finanzkrise führte dies dazu, dass manche Banken ihre Haben-Seite massiv abschreiben mussten und so bilanziell vor der Pleite standen. Die „Bad Bank“ war so etwas wie der letzte Rettungsanker: eine Art Amputation, damit der Restkörper nicht vergiftet wurde.

Davon kann bei der Deutschen Bank insofern nicht die Rede sein, als dass ihre aktuell kaum handelbaren Wertpapiere keine Bedrohung für die Gesamtbilanz sind. Auch die Derivate im Volumen von 331 Milliarden Euro sagen nichts: Derivate sind nicht per se kritisch.

Die Bad Bank der Deutschen Bank, so sie denn kommt, ist eine denkbare Stellschraube, an der Konzernchef Christian Sewing beim Umbau dreht. Viel wichtiger ist, ob das Investmentbanking verstärkt oder aber – wie von manchen Kritikern gefordert – abgebaut wird. Kritiker sollten aber wissen: Das Investmentbanking ist nicht an sich schlecht. Man kann es aber gut oder schlecht machen.

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Erstellt:
18. Juni 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
18. Juni 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2019, 06:00 Uhr

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