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Fisher-Price

Babywiegen: Rückruf nach Todesfällen

Dutzende Kinder kommen darin ums Leben. Jetzt reagieren die US-Behörden und der Hersteller.

15.04.2019

Von DPA

Washington. Der amerikanische Spielzeughersteller Fisher-Price hat weltweit Millionen von Babywiegen zurückgerufen. Das teilten die US-Verbraucherschutzkommission CPSC und der Hersteller mit. Anlass waren Berichte über Todesfälle, bei denen sich Säuglinge in der Wiege umgedreht hatten. Betroffen sind rund 4,7 Millionen Exemplare der „Rock 'n Play Sleepers“.

Die amerikanische Verbraucherorganisation Consumer Reports hatte zuvor berichtet, dass nach ihren Untersuchungen seit 2009 mindestens 32 Kinder durch die „Rock 'n Play Sleepers“ ums Leben kamen. Die Organisation beschrieb Fälle aus den USA, bei denen Säuglinge in ihren Wiegen erstickten. Die Amerikanische Akademie der Kinderärzte (AAP) forderte schon am Dienstag den sofortigen Rückruf.

Säuglinge hatten sich gedreht

„Es gab Todesfälle von Säuglingen in „Rock 'n Play Sleepers“, nachdem sich die Säuglinge vom Rücken auf den Bauch oder auf die Seite drehten und nicht festgeschnallt waren, oder unter anderen Umständen“, schrieb die CPSC. Verbraucher sollten die Wiegen ab sofort nicht mehr benutzen und Fisher-Price wegen einer Rückerstattung oder eines Gutscheins kontaktieren.

Der Hersteller sprach in einer Stellungnahme von einem freiwilligen Rückruf in Abstimmung mit den Behörden. „Während wir weiter zur Sicherheit unserer Produkte stehen, haben wir angesichts der Vorfälle, in denen das Produkt entgegen den Sicherheitswarnungen gebraucht wurde, mit der Verbraucherschutzkommission CPSC entschieden, dass der freiwillige Rückruf die beste Vorgehensweise ist.“

Consumer Reports bezeichnete die Entscheidung als überfällig. „Es bedurfte zäher Untersuchungen und der Stimmen von Ärzten, Opferfamilien und Anwälten, um diesen Rückruf Wirklichkeit werden zu lassen. Der Kongress muss der CPSC genauer auf die Finger schauen und sicherstellen, dass sie die Aufpasserin ist, auf die sich die Verbraucher verlassen können“, sagte die Präsidentin von Consumer Reports, Marta Tellado. dpa

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Erstellt:
15. April 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
15. April 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 15. April 2019, 06:00 Uhr

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