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Waldshut-Tiengen

Baby in Laufenburg getötet: Prozess gegen Vater startet

Vier Monate nach dem gewaltsamen Tod eines Babys in Laufenburg am Hochrhein (Kreis Waldshut) hat der Prozess gegen den Vater des Kindes begonnen.

23.04.2018

Von dpa/lsw

Das Landgericht in Waldshut-Tiengen. Foto: Patrick Seeger/Archiv dpa/lsw

Waldshut-Tiengen. Der 36-Jährige sei des Totschlags angeklagt, sagte eine Sprecherin des Landgerichts Waldshut-Tiengen am Montag zum Prozessauftakt. Er hat zugegeben, den knapp drei Monate alten Jungen am ersten Weihnachtsfeiertag vergangenen Jahres durch mehrere Schläge auf Kopf und Körper getötet zu haben. Als Motiv gab er laut Gericht eine plötzliche Überforderung wegen des schreienden Kindes an.

Der vorbestrafte und drogenabhängige Mann litt den Angaben zufolge bei der Tat unter Entzugserscheinungen. Seine Lebensgefährtin, die Mutter des Kindes, habe die gemeinsame Wohnung verlassen, um Drogenersatzmittel zu besorgen. Als kurze Zeit später das Baby aufwachte und schrie, sei es zu der Tat gekommen.

Für den Prozess sind den Angaben zufolge zunächst sechs Verhandlungstage geplant. Ein Urteil könnte es demnach Anfang Mai geben. Bei einer Verurteilung droht dem Mann dem Gericht zufolge eine langjährige Haftstrafe.

Das Jugendamt hatte die Familie nach eigenen Angaben betreut. Die Rechtsaufsicht im Regierungspräsidium Freiburg hat die Arbeit des Jugendamtes in dem Fall jüngst untersucht und keine Fehler entdeckt. Auch die Staatsanwaltschaft ermittelt nicht gegen die Behörde.

Das Landgericht in Waldshut-Tiengen. Foto: Patrick Seeger/Archiv dpa/lsw

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Erstellt:
23. April 2018, 07:07 Uhr
Aktualisiert:
23. April 2018, 11:40 Uhr
zuletzt aktualisiert: 23. April 2018, 11:40 Uhr

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