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Rückkehr eines Abtrünnigen

BVB-Trainer Thomas Tuchel ist gespannt, wie er heute in Mainz empfangen wird

Freundlicher Beifall oder doch eher gellende Pfiffe? Trainer Thomas Tuchel weiß nicht, was ihn bei seiner Rückkehr mit Borussia Dortmund an seine frühere Mainzer Wirkungsstätte heute Abend erwartet.

16.10.2015
  • SID

Mainz Die Reise in die Vergangenheit wird für Thomas Tuchel ein Trip ins Ungewisse. Ausgerechnet der Kopfmensch, der sich nur ungern von irgendwelchen Begleitumständen überraschen lässt, weiß nicht wirklich, was ihn heute (20.45 Uhr) als Trainer von Borussia Dortmund an alter Wirkungsstätte beim FSV Mainz 05 erwartet. Vom gellenden Pfeifkonzert bis hin zum respektvollen Empfang - knapp anderthalb Jahre nach Tuchels unrühmlichem Abschied ist alles möglich.

Einiges spricht für einen eisigen Empfang für den 42-Jährigen. Schließlich hatte der Mainzer Präsident Harald Strutz mit seiner neuerlichen Kritik am einstigen Hoffnungsträger Öl ins Feuer gegossen. "Wir haben unterschiedliche Auffassungen von Respekt. Sein Abgang war schon grenzwertig", sagte Strutz im Vorfeld der Begegnung über die überraschende Trennung im Mai 2014. Tuchel hatte die Rheinhessen trotz eines bis 2015 laufenden Vertrages vorzeitig verlassen.

Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hätte kein Verständnis für Unmutsbekundungen von den Rängen. Immerhin ist Tuchel mit 239 Punkten in 170 Partien der erfolgreichste Mainzer Bundesliga-Coach. Zweimal hatte er die Rheinhessen sogar in die Qualifikation zur Europa League geführt. "Normalerweise müssen für ihn am Bruchweg Girlanden hängen."

Allerdings haben die Mainzer Anhänger den eher distanziert wirkenden Tuchel während der gemeinsamen fünf Jahre nie wirklich geliebt wie den emotionalen Kult-Trainer Jürgen Klopp (2001 bis 2008).

Den Mainzern stößt noch immer bitter auf, dass Tuchel während seiner Mainzer Zeit offenbar geheime Verhandlungen mit Schalke 04 und Bayer Leverkusen geführt hatte. Im Gegensatz zu seinem Präsidenten verliert FSV-Manager Christian Heidel kein böses Wort über seinen ehemaligen Erfolgscoach. "Ich kann Thomas nicht den Respekt absprechen. Natürlich war sein Abgang ein großes Problem für den Verein. Aber er hat den Verein durch seine überragende Arbeit sehr geprägt", lobte Heidel. Der Manager wird offenbar von Schalke 04 umworben. Er betont, seinen Vertrag mit Mainz (bis 2017) erfüllen zu wollen - anders als einst Tuchel.

BVB-Trainer Thomas Tuchel ist gespannt, wie er heute in Mainz empfangen wird
Werden alte Wunden aufgerissen oder ist Gras über seinen Abgang gewachsen? Thomas Tuchel kehrt mit dem BVB heute nach Mainz zurück. Foto: dpa

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16.10.2015, 12:00 Uhr
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