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Stuttgart

BUND: Atomkraftwerk Neckarwestheim «geologische Zeitbombe» 

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) warnt vor weiterer Grundwasserentnahme auf dem Gelände des Atomkraftwerkes Neckarwestheim.

02.02.2016

Von dpa/lsw

Umweltschützern macht das Kernkraftwerk große Sorgen. Foto: Franziska Kraufmann/Archiv dpa/lsw

Stuttgart. Das Landratsamt Heilbronn dürfe die Genehmigung dafür nicht verlängern, unterstrich die Organisation am Montag in Stuttgart. «Das Atomkraftwerk in Neckarwestheim ist eine geologische Zeitbombe», betonte BUND-Landeschefin Brigitte Dahlbender. Ein Atomkraftwerk in einen alten Steinbruch zu stellen, der nur durch ständiges Abpumpen von Grundwasser trocken gehalten werden kann, sei eine fragwürdige Idee gewesen.

Anlass für die Warnung der Umweltschützer ist ein Erörterungstermin an diesem Mittwoch für die Verlängerung der Abpump-Genehmigung. Der erste Block des Kraftwerks wurde in den 70er Jahren gebaut; seit dieser Zeit werde das Abpumpen genehmigt, hieß es beim BUND.

Dieses führt nach Darstellung der Umweltschützer dazu, dass große Mengen an Mineralien wie Sulfat aus dem Gestein gewaschen werden. Dadurch entstünden Hohlräume im Gestein unterhalb des Atomkraftwerks. «Wie groß diese Hohlräume sind, lässt sich aus dem Sulfatgehalt und der Wassermenge zwar abschätzen, aber wo sie genau liegen, weiß kein Mensch», erläuterte Gottfried May-Stürmer vom BUND Regionalverband Heilbronn-Franken. Im schlimmsten Fall könnte der Atommeiler absinken. Bislang sei der Kühlturm mehrere Zentimeter abgesunken und mit Beton stabilisiert worden, berichtete May-Stürmer.

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Erstellt:
2. Februar 2016, 17:22 Uhr
Aktualisiert:
1. Februar 2016, 16:15 Uhr
zuletzt aktualisiert: 1. Februar 2016, 16:15 Uhr

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