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Stuttgart

Azubis im Land klagen über Situation in der Lehre

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert für den Südwesten die Einführung einer Ausbildungsplatzabgabe.

16.11.2017
  • dpa/lsw

Stuttgart. Es gebe viele Betriebe, die keine jungen Leute mehr ausbildeten, sagte Andre Fricke, Bezirksjugendsekretär des DGB Baden-Württemberg am Donnerstag in Stuttgart. Diese sollten in einen Fonds einzahlen. Das Geld sollte dann an die Unternehmen gehen, die ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachkämen. Die Zahl der ausbildenden Betriebe habe in den vergangenen Jahren stetig abgenommen, sagte Fricke anlässlich der Vorstellung einer Studie zur Situation junger Leute während ihrer Lehre.

Etwa ein Drittel der Auszubildenden im Land ist der Umfrage zufolge unzufrieden mit der Lehre. «Dieser Wert ist viel zu hoch.» Diese jungen Männer und Frauen starteten schon mit einer erheblichen Hypothek ins Berufsleben, die ihrer Motivation schade und ihre Chancen unter Umständen deutlich schmälere. Mehr als 43 Prozent der Befragten leisten laut Mitteilung regelmäßig Überstunden. Damit liege der Südwesten deutlich über dem bundesweiten Wert. «Das ist eine erschreckende Zahl. Es geht darum, einen Beruf zu erlernen und nicht darum, gewinnbringend tätig zu sein.»

Knapp über ein Drittel der jungen Leute bemängelte, dass es keinen betrieblichen Ausbildungsplan gebe. Und laut Umfrage übt mehr als jeder zehnte Azubi regelmäßig fremde Tätigkeiten aus. Beispielsweise müsse er das Auto des Chefs putzen. Der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) sieht einen maßgeblichen Grund für die teilweise Unzufriedenheit in der nicht ausreichenden Berufsorientierung an den allgemeinbildenden Schulen. Die Erwartungen stimmten häufig nicht mit den Erfahrungen im Alltag überein. «Der Abbruch der Lehre ist dann häufig die Korrektur einer falschen Berufsentscheidung», sagte der Hauptgeschäftsführer der IHK Region Stuttgart, Johannes Schmalzl.

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16.11.2017, 13:48 Uhr | geändert: 16.11.2017, 17:10 Uhr
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